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Mediologische Vereinigung Ludwigsburg
"so geht revolution"
Anzeige des
Monats
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Anzeige des
Monats (Februar 2010)

Alles muss man selber machen - jetzt auch noch Werbung?
Der Februar scheint uns ein
geeigneter Monat um obige Anzeige zu kueren. Dem Februar fehlen ein
paar Tage und obiger Anzeige fehlt auch etwas im Vergleich zu anderen,
hier praesentierten und kulturwissenschaftlich besprochenen
Werbeerzeugnissen. Wir koennen uns, so sehr wir es versuchen, nicht
mehr an das Produkt bzw. die Marke erinnern, für die das im Web
geschalte "Anzeige" im animierten gif-Format stand. Wir vermuten, dass
es um Computer ging, sind uns aber nicht mehr sicher.
Ob wir mit diesen Ueberlegungen
selbst nun Werbung machen wissen wir nicht (wer bis hierher gelesen
stellt sich vielleicht gerade eben diese Frage nach dem Auftraggeber
der Anzeige - dialektische Werbung nennen wir das). Aber was wir wissen
ist, dass zum einen Werbung mit Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Oekologie
gerade sehr hip ist, zum anderen sich durch die Freiflaeche in der
Anzeige auch alle möglichen Produkte und Dienstleistungen in die
Anzeige imaginieren lassen. Haben Sie / Hast du eine Idee, für was
Sie/du gerne mit der obigen Anzeige werben wuerden? Wir sind neugierig
und erhoffen uns viele Vorschlaege, damit wir das Thema dieses
Webauftritts - so geht revolution - substanziell füllen
können. Also her mit den Ideen (mail: mediologie(at)demoz-lb.de), denn das ist ja bekannt: Heutzutage SOLL
man alles selber machen (auch wenn die Tocos auf ihrer neuen Scheibe
genau das Gegenteil sagen, was wir sehr zu schätzen wissen).
Vielleicht besprechen wir auch bald mal wieder musikalische Erzeugnisse aus der bunten Waren- und Dienstleistungswelt, bis dahin wuenschen wir erhellendes Schnuppern auf der Seite des Projekts -> so geht revolution
Anzeige des
Monats (Januar 2010)

Diesen Monat: Wenn die Realität die Werbung einholt...
Die Werbung schaut sich um im
Leben und nutzt mal dieses, mal jenes Alltagsmotiv um Produkten
Aufmerksamkeit zu verschaffen - nicht mehr, nicht weniger. Spannend ist
die Frage, wann Werbung der Zensur zum Opfer fällt, denn Zensur
ist stets konkreter Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse.
Obiges Motiv aus dem Jahr 1968 erscheint uns als ein Paradebeispiel
für diesen Zusammenhang und: es wurde nie veröffentlicht. Zu
groß erschien den Cognac-Produzenten die Gefahr, dass diese
Anzeige mit Starttermin Mai 1968 - als in Frankreich ArbeiterInnen und
StudentInnen den gaullistischen Staat massiv unter Druck setzten -
eigensinnige LeserInnen finden könnte, denn sie fanden, dass eine
solche Anzeige den "ordnungsbewussten Deutschen (...) zu diesem
Zeitpunkt nicht zuzumuten" wäre. (Quelle:
http://www.zensur-archiv.de/index.php/Werbung, 4.1.2010)
So hat die damalige Realität
die Werber kalt erwischt und wir finden es allemal spannend weiter
darüber nachzudenken, was vermeintlich "nicht sag- und zeigbar"
ist - vor allem in den scheinbar aufgeklärtesten Zeiten, die es
jemals gab. Wir vermuten, es gibt da einen ganzen Strauß an
Themen.
Dieses Projekt, dass sich der Darstellung linker/revolutionärer Ikonographie in kommerziellen Werbeanzeigen widmet, wünscht allen LeserInnen ein aufklärerisches neues Jahr. Es heißt bewusst vieldeutig ... -> so geht revolution
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Anzeige des
Monats (Dezember 2009)

Schöne Weihnachten, Sammlerinnen und Sammler!
Einem aktuellen Werbeprospekt
für Kinderspielsachen (Rubrik: Spiel- und Modellautos) ist das
obige Motiv entnommen, das wir zur "Anzeige des Monats" küren. Es
zeigt, wie unschwer zu erkennen ist, eine hippieske Annäherung an
das zur Legende gewordene Woodstock-Festival im Jahr 1969: "In den 60er
und 70er Jahren fuhren diese Flower-Power Autos auf unseren
Straßen. Heute genießen sie absoluten Kultstatus. Holen Sie
sich den Charme der Hippie-Ära nach Hause und denken Sie an eine
außergewöhnliche Zeit zurück" - so heißt es im
nebenstehenden Text zu den Modellautos VW Samba Bus, VW Käfer und
dem VW 1600 Kombi. Nicht uninteressant finden wir Plakate, die in die
Szenerie integreiert wurden: Jimi Hendrix einerseits, eine Werbung
für Coca-Cola andererseits: Gegenkultur meets
Consumer-Culture-Lifestyle.
Zwar kennen wir niemanden, der
aufrund der eigenen Biographie derlei Nippes als Erinnerung an "die
gute alte Zeit" im Setzkasten stehen hat, aber wir wissen: Gesammelt
wird wirklich alles. Da wir selbst ja auch sammelnd tätig sind
(z.B. etwa 3000 kommerzielle Werbenazeigen, die mit den Zeichen und
Symbolen, den Ikonen und Parolen linker und alternativer
Protestbewegungen operieren) und die Wanderausstellung "so geht
revolution" organisieren, wollen wir uns diesen Monat mit Kritik an den
Sammlerinnen und Sammlern "der eigenen Biographie" zurückhalten.
Wer jemanden kennt, der/die solche Remineszenzen an die Revolte von 68
zu Hause hat oder selbst welche besitzt, darf uns gerne informieren
(mail: mediologie(at)demoz-lb.de). Gerne küren wir auch Anzeigen
oder Produkte, die nicht Teil unserer, sondern Teil einer Sammlung
anderer ist, zur "Anzeige des Monats".
In diesem Sinne: Vorwärts nach weit!
Mehr zum Projekt gibt es hier: -> so geht revolution
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Anzeige des
Monats (November 2009)

Zur Theorie der
Revolution: Die Bedeutung der
Straße ... - und anderes
Dieses Projekt widmet sich u.a. der
alltäglich beobachtbaren Verschmelzung des Topos Revolution und
der bunten Warenwelt. Dabei stehen die gezeigten "Anzeigen des Monats"
jeweils beispielhaft für eine Facette dieses vielfach
verschränkten Prozesses. Heute wollen wir selbst es weniger
theoretisch
angehen und stattdessen auf einen Kongress verweisen, der Ende des
Monats in
Frankfurt/Main am Institut für vergleichende Irrelevanz
stattfindet. Dort wird auch die Ausstellung "so geht revolution -
Werbung & Revolte" im Rahmenprogramm gezeigt, etwa einhundert
Anzeigen aus der gleichnamigen Sammlung, die mittlerweile etwa 3000
Anzeigen, Videoclips, etc. aus den Jahren 1967 bis heute umfasst.
Der Kongress begibt sich dabei auf die Suche nach der Frage, wie unter
den heutigen Bedingungen "Revolution" aussehen könnte
beziehungsweise, was mit dem Begriff heute überhaupt (noch)
gemeint ist. Und damit beschäftigen sich die OrganisatorInnen,
ReferentInnen, KünstlerInnen und TeilnehmerInnen dieser
Veranstaltung mit derselben Frage, die auch uns, frei nach Marx,
seit vielen Jahren umtreibt: Wie kann den derzeitigen
Verhätltnissen ihre eigene(n) Melodie(n) vergesungen werden, um
sie zum Tanzen zu bringen?
Mehr Infos zum Kongress:
http://indeterminaterevolution.blogsport.de/
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Anzeige des
Monats (Oktober 2009)
Diesen Monat: Was trinkt
die Szene? Und was bedeutet das ...
Schon wieder geht es um ein
Erfrischungsgetränk. Ob das sinnlich-ästhetische Versprechen
von diesem Produkt eingehalten wird, entzieht sich unserer Kenntnis,
was wir allerdings wissen, ist, wo sich diese Außenwerbung
befindet: Dort, wo regelmäßig Wasserwerfer auffahren, dort,
wo unangemeldet große Straßenfeste gefeiert werden, dort,
wo die Verteidigung eines antikapitalistischen Freiraums dirket auf
Gentrifizierungsprozese trifft: Im Hamburger Schanzenviertel. Ein
dickes "Danke schön" für das Bild und die Zusendung desselben
geht diesen Monat an Doris: Danke!
Inwieweit die Praxis des
"Anders-Seins" derartige Modernisierungs- und
Durchkapitalisierungsprozesse beeinflussen, ist ein Thema dieses
Projekts. Langsam beginnt eine Debatte darüber, wie es
möglich sein kann, "anders, anders zu sein" (nach Ulrich
Bröckling). Versprochen: Wir bleiben dran.
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Breaking News - - - Breaking News - -
- Breaking News - - - Breaking News - - - (im September 2009)

Breaking News: "Foucault
sells" oder: Der Imperativ zur Selbstsorge
Kurz vor der BT-Wahl ergreift das
Unternehmen Bionade, frei nach Negt/Kluge, seine Chance. Hierzu
zitieren wir aus der Pressemitteilung der zuständigen Agentur:
"Die Botschaft sagt in wenigen
Worten, dass es für jeden einzelnen darauf ankommt, sich selbst zu
bestimmen, Eigenverantwortung und somit Verantwortung für das
Ganze zu übernehmen. Peter Kowalsky, Geschäftsführer von
BIONADE, erklärt: 'Es geht uns hier nicht um Politik, es geht uns
immer um eine Haltung – in Bezug auf die Menschen und ihrem
Selbstwertgefühl. Das funktioniert nicht mit platten
Werbesprüchen, sondern durch humorvolle, aber authentische
Botschaften.'" Quelle:
http://www.kolle-rebbe.de/de/news (17.9.2009)
Wir schlussfolgern: Die Menschen sollen glauben, sie seien
tatsächlich
für sich allein verantwortlich, für Erfolg und auch für
ihr Scheitern. Wer einmal Michael Hartmanns soziologische Studien zur
Elitenbildung und -rekrutierung in der BRD angeschaut hat, weiß,
dass dem nicht so ist. Dass der Imperativ zur Selbstsorge dennoch
gesellschaftlich wirkt, ist unbestritten - und nun stellt sich die
Frage, wie dem Mythos vom unternehmerischen Selbst begegnet werden
könnte. Von Roland Barthes wissen wir: Mythen kann man nicht
aufklären, allerhöchstens einen Gegenmythos dagegen
stellen...
Ein großes Danke Schön geht an Markus, der das feine
Foto in Stuttgart gemacht hat: Danke!
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Anzeige des
Monats (September 2009)

Ausnahmsweise: Werbung in
eigener Sache ...
Im Juli 2009 wurde die Ausstellung
"so geht revolution - Werbung & Revolte" im White Heat in Stuttgart
gezeigt - kuratiert und inszeniert von Daniel Mijic, Leonie Hosoda und
Fabian Stuhlinger. Entstanden ist dabei auch ein Ausstellungskatalog,
der über das Buchinstitut der Akademie der Bildenden Künste
Stuttgart zum Preis von 10 Euro bezogen werden kann (und der auch im
DemoZ Ludwigsburg erhältlich ist). So machen wir ausnahmsweise
einmal Werbung in eigener Sache für unsere geneigte
LeserInnenschaft und freuen uns, wenn sich viele Menschen für den
in 350er-Auflage gedruckten, 120 Seiten starken und ebenfalls vom Duo Hosoda/Stuhlinger grafisch gestalteten, sehr schönen Katalog interessiert
zeigen. Der Umschlag des Katalogs entstand in der Siebdruckwerkstatt
von Daniel Mijic! Danke an alle Beteiligten!
Kontakt zum Buchinstitut, Stuttgart: http://www.buchinstitut.abk-stuttgart.de/
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Anzeige des
Monats (August 2009)

Diesen Monat: Das klappt ja prima...
Gerade haben wir erneut diskutiert, ob wir "Rebella" nun zur Anzeige
des Monats kueren sollen oder nicht, da erreicht uns aus der Pfalz ein
schoenes Beispiel, das wir aufgrund seiner Nicht-Alltaeglichkeit
sogleich praemieren wollen (Danke, Helmut). Nicht dass es nicht bereits
zahlreiche Che-Guevara-Bars und -Kneipen geben wuerde, aber als
fahrende Werbung auf einem Taxi sieht man das Konterfei des Commandante
doch eher selten.
Gespannt sind wir nun auf
Berichte, die uns Aufschluss über die die versprochene "FREIHEIT
NEU ERLEBEN" im Neustaedter "Bistro Cocktailbar Kuba" geben. Ist es
wohl die Freiheit aus 380 Cocktails auswählen zu können? Die,
dass im Sinne des Costumizing die Cocktailzutaten selbst
zusammengestellt werden können? Die, dass dort ein offenes WLAN
für die mit Laptop ausgestatteten Gäste bereit steht oder gar
die Freiheit, die Getraenke nach Selbsteinschaetzung zu bezahlen? Am
Ende ist es die Freiheit nichts zu konsumieren, um sich dort aufhalten
zu dürfen? Wie heißt es doch in manch alter
Bahnhofsgaststaette: "Ohne Verzehr kein Aufenthalt!"
Was Freiheit heute, unter den
Bedingungen der permanenten Aufforderung "frei zu sein" meinen kann,
ist unter anderem Thema dieses Projekts. Es heißt
->
so
geht revolution
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Anzeige des
Monats (Juli 2009)

Sommer! Traumhafte Postkartenlandschaften ...
Eigentlich wollten wir diesen Monat "Rebella" portraetieren, die kleine
Schwester von "Emily". Doch nachdem uns obige Postkarte erreichte
(Danke, Markus) haben wir kurzentschlossen umdisponiert. Wir sind uns
zwar nicht sicher, ob die Parole vom "Guten Leben" revolutionaer ist
oder nicht, allemal zeigt sie, dass das Leben für viele Menschen
eines mit zahlreichen Zumutungen ist, die es abzustellen gilt. Daher
kueren wir diese Postkarte zur Sommeranzeige des Monats. Verwundert
waren wir dann ein wenig ueber zwei Dinge. Zum einen erscheint uns der
Wandanschrieb doch eher als nachträglich mit Filzstift
hinzugefuegt, zum anderen, dass die WirtschaftsinformatikerInnen der
HdM Stuttgart sich dieses Satzes bemaechtigt haben. Entweder sind
selbst in diesem Bereich die Studien- und spaeteren Arbeitsbedingungen
jetzt schon ziemlich mies, oder die Postkarte ist ein Beleg dafür,
dass das "schoene Leben" nach wie vor lediglich in der Kategorie eines
hohen monatlichen Einkommens gedacht wird. Vielleicht ist es auch
beides, die Angst kriecht ja bekanntlich seit längerem die
Buerotuerme hoch und auch an gut ausgestatteten Hochschulen ist nicht
alles Gold was glaenzt. Wirtschaftsinformatik ist ja irgendwie auch nur
ein "Irgendwas mit Medien"-Studium...
So schauen wir uns manchmal Postkarten an. Aber nicht nur. Gute Sommerunterhaltung wünscht das Projekt -> so geht revolution
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Anzeige des
Monats (Juni 2009)

Diesen Monat: Punk im Jahr 1984
Kaufen sollen wir, kaufen. Ganz im Sinne keynesanischer
Nachfragepolitik sollen so heutzutage Arbeitsplaetze gesichert werden.
Ob es auf diese Anzeige der Firma Kaufhof aus dem Jahr 1984 bedeutsame
Reaktionen gab, ist uns unbekannt. Wir vermuten zweierlei: Zum einen,
dass es auch damals - wie heute eben auch - Leute gab, die sich solche
Klamotten zugelegt haben und denen es relativ egal war, was die
"authentische" oder wie es heute heißt, "true" oder "real"
Subkultur dazu sagte. Und als ein Londoner Stadtrat im Jahr 1976 ein
Konzert der Sex Pistols besuchte, lies er anschließend wissen:
"Ich fühlte mich drei Tage
später noch immer beschmutzt." Ordnung vs. Unordnung, Aesthetik
vs. Dreck, Prunk vs. Punk?
Dieses Projekt unternimmt manchmal auch Ausflüge in fremde und seltsame Welten. So wie diesen Monat. Nächsten Monat gibt es dann wieder ein wenig mehr theoretisches Futter, wir überlegen gerade einen Update der "Kritik der Warenaesthetik" zu verfassen. Dis dahin viel visuelles Vergnuegen mit -> so geht revolution
P.S.: Nächsten Monat stellen wir hier "Rebella" vor...
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Anzeige des
Monats (Mai 2009)

Diesmal: Die wollen nur spielen...
Ganz zufaellig haben wir juengst festgestellt, dass "revolutionaere
Werbung", vor allem in Form hyperästhetischer Werbeclips, gerne
das Motiv des drohenden und zubeissenden Polizeihundes verwendet. Von
links nach rechts: Werbung für Turnschuhe aus dem Jahr 2002,
Werbung für ein Cabrio der Mittelklasse aus dem Jahr 1998 und
Werbung für eine Whisky-Marke aus dem Jahr 2008.
Wir interpretieren diese
Bedrohungsszenarien auch als Ausdruck der Erzeugung eines "Affektes",
bei dem die Dynamik militanter Auseinandersetzungen zwischen
Protestierenden und der Staatsmacht ins Zentrum der Auseinandersetzung
ruecken soll um das angepriesene Produkt emotional zu codieren. Da sich
Produkte gleicher Produktgattung hinsichtlich ihrer Produktqualitaeten
bekanntlich kaum mehr voneinander unterscheiden, bitten die creative
agents zum Tanze mit der ritualisierten Provokation. Nun denn, die
wollen auch nur spielen...
Dieses Projekt widmet sich dem Sammeln und der Kommentierung der ein oder anderen Anzeige, die mit "revolutionaerem Gestus" an der Warenfront um Aufmerksamkeit und Kauf wirbt. Es heißt -> so geht revolution
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Schaufenster des
Monats (April 2009)

Diesen Monat: "No Future without" ...
Schon wieder eine Neuerung! Zum ersten Mal küren wir eine
komplette Schaufenstergestaltung aus dem Jahr 2006 zur Anzeige des
Monats! Das Ladengeschäft in teuerster Innenstadtlage einer
Großstadt in Süddeutschland hat auch einen Namen (der in
grauer Farbe hinter dem Wort "without" an eben diesem Schaufenster
prangte), der aber an dieser Stelle nichts zur Sache tun soll.
Bemerkenswert finden wir die hybride Mischung aus Punkadaptionen,
Hippie-Reminiszenzen und Fashion-Statements. Die Anordnung der
Plattencover und Plakate sowie nicht zuletzt die Ausleuchtung
dieser Inszenierung erlauben Rückschlüsse auf die hier
verrichtete ästhetische Arbeit, die KundInnen zur Befriedigung von
"Begehrnissen" Gernot Böhme) locken soll. Begehrnisse sind im
Unterschied zu Bedürfnissen nicht zu befriedigen, sondern, so die
These von Böhme, werden wegen des Konsums derartiger Güter
stets gesteigert. Träfe dies zu, so müsste es sich um eine
Art Perpetuum Mobile handeln und derartigen kulturindustriellen
Produkten kann nur noch eine glanzvolle Zukunft vorausgesagt werden.
Allerdings: da gibt es ja immer noch dieses ganz und gar
unkalkulierbare Restrisiko: Die VerbraucherInnen...
Welche Bedeutung subkulturelle Stile, widerspenstige Kulturen und derartige popkulturelle Wareninszenierungen im kognitiven Kapitlismus haben, das ist ein Thema dieses fortlaufenden Pojekts und der dazugehörigen Wanderausstellung -> so geht revolution
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Aufsteller des
Monats (Maerz 2009)

Diesen Monat: Vertrackte
Angelegenheiten...
Schon wieder Guevara. Doch diesen
Monat wenden wir uns weniger dem Porträt "mit fast emblematischen
Charakter" (Ulrich Hägele) zu, als Fragen nach Copyright und
Copyleft. Der oben gezeigte Aufsteller, der den Verkauf von
mittelpreisigen Feuerzeugen (12, 95 Euro) ankurbeln soll, weist eine
Besonderheit auf: Neben dem Konterfei des Commandante steht in der Tat
"Copyright: Korda", was höchst selten der Fall ist. Da es immer
wieder Unklarheit in der Frage der Verwendung des von Alberto Korda
1960 aufgenommen Bildes gibt, lassen wir Korda, der erstmals im Jahr
2000 gegen die kommerzielle Nutzung des Fotos vorging
("Smirnoff-Wodka"), selbst zu Wort kommen: "Als Unterstützer der
Ideale, für die Che Guevara gestorben ist, bin ich nicht gegen die
Reproduktion des Fotos durch diejenigen, die sein Andenken wachhalten
und die soziale Ungerechtigkeit in der Welt anklagen. Aber ich bin
kategorisch gegen die Ausbeutung von Ches Bild zu Werbezwecken für
Produkte wie Alkohol oder andere Dinge, die Ches Ansehen
beschädigen." (zit. n.: Lahrem, Stephan: Che. Eine globale
Protestikone des 20. Jahrhunderts. In: Paul, Gerhard (2008): Das
Jahrhundert der Bilder, 1949 bis heute. Göttingen, S. 234-241.)
Zwei Fragen drängen sich auf: Wurde hier tatsächlich Fragen
des Copyright beachtet oder der Einfachheit halber auf Korda als
Urheber verwiesen? (Wer dies nachrecherchieren moege, wir sind sehr
gespannt auf die Antwort des Herstelles!) Die zweite Frage: Sollte
nicht der Tochter Guevaras, Aleida, die sich seit dem Tod Kordas um
eben solche rechtlichen Fragen kömmert, nahegelegt werden, das
Bild unter eine Creative Commons Lizenz zu stellen?
Solchen und anderen Fragen rund um
die kommerzielle Nutzung der "Ikonographie der Revolution" widmet sich
dieses Projekt. Die Debatte ueber die beiden Fragen ist hiermit
eröffnet. Kontakt: mediologie(at)demoz-lb.de. Das Projekt
heißt: ->
so
geht revolution
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Anzeige des
Monats (Februar 2009)

Diesen Monat: Change has
come...
Auch wenn es bereits oft gesagt
wurde in den letzten Tagen: Wir wurden Zeugin und Zeuge eines
historischen Moments, der unter dem Signum "Barack Obama" in aller
Kuerze umschrieben
werden kann. Wer die Berichterstattung rund um die Obamasche
Amtseinführung aufmerksam verfolgt hat, dem fiel sicherlich auf,
wie viele ZeitzeugInnen in Sachen "Civil Rights Movement" zu Wort
kamen. Von einem - für dieses Projekt - weiteren aufschlussreichen
"Wechsel" wollen wir an dieser Stelle berichten. Obiges Motiv, das auf
die schwarze Bürgerrechtsbewegung der 1960er anspielt, entstammt
einem Werbeclip eines schottischen Whiskyproduzenten mit dem
Kampagnenmotto "Keep on Walking". Dieser Werbeclip, der weitere
historische Ereignisse in der Menschheitsgeschichte zeigt (die
Erfindung des Flugzeugs, der Bau von Wolkenkratzern in New York, die
bemannte Weltraumfahrt, der Fall der Mauer in Berlin 1989), lief am Tag
des oben erwähnten historischen Moments in der Zeit von 18 bis 21
Uhr mindestens acht mal (MEZ) auf CNN (also zur Mittagszeit in den
USA), einem Sender, der die
Feierlichkeiten - mitsamt häufiger Werbeunterbrechungen - live
übertrug. Allerdings, dieser Clip kann auch auf der Homepage des
Whiskyherstellers eingesehen werden, mit einem kleinen Unterschied: die
oben gezeigte Protestszene ist in der Internet-Version nicht
enthalten, stattdessen wird die Erstbesteigung des Mount Everest in
Szene gesetzt - Change has come...
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Jubiläums-Anzeige des
Monats (Januar 2009)

so geht revolution:
Die 50.!
Lange haben wir ueberlegt, welche
der von uns zusammengetragenen Anzeigen wir zur Jubilaeums-Anzeige
kueren werden - immerhin erscheint die Rubrik "Anzeige des Monats"
bereits zum 50. Mal. Letzlich hat uns dann ein Argument ueberzeugt. Da
das "Konterfei des Commandante" das mit großem Abstand
meistverwendete Motiv der creative agents aus Werbung und PR in Sachen
"revolutionaere Ikonographie" darstellt, wollen wir erneut einen "Che"
kueren. Die obige Anzeige aus dem Jahr 2007 wurde in Frankreich
geschaltet und ist somit eine der gesammelten (geschaetzt) 300
Anzeigen, die mit Che Guevara operiert und die allesamt in der Sammlung
"so geht revolution" vereinigt sind. Ob diese Art der
Produktkommunikation den Absatz von Cabrios tatsaechlich ankurbelt,
wissen wohl nur die BWLer aus dem Hause Renault - wenn sie es denn
wissen...
In diesem Sinne: Alles Gute, Che Guevara! Wer mehr ueber das Verhaeltnis von Protest, Konsum und Gesellschaftsanalyse und -kritik erfahren will, kann sich die Website ja mal genauer anschauen. Das fortlaufende Projekt heißt: -> so geht revolution
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Anzeige des
Monats (Dezember 2008)
Diesen Monat: Wenn Werber werben...
Vor ein paar Jahren warben Werber
für ihre Teilnahme an einem Fußballturnier der Werbebranche
mit obigem Motiv in einer Fachzeitschrift für Werbende. Die
Anspielung auf die Entführung des Arbeitgeberpraesidenten H. M.
Schleyer durch ein Kommando der RAF ist dabei alles andere als
zufaellig - "disruption" und "breaking the rules" (und vielleicht gar
die Absicht eines Tabu-Bruchs im Stile Oliviero Toscanis?) standen
vermutlich Pate bei dieser visuellen Inszenierung. Terrorist Chic (und
Radical Chic) ist leitmotivisch in Zeiten von Entgrenzung und
(radikalisierender) Selbststilisierung und Selbstinszenierung keine
Ueberraschung, aber immer wieder fuer eine Ueberraschung gut. Bisher
ist uns nicht bekannt, dass dieses Motiv auf Seiten der
Staatsschutzbehoerden für Aktivitaeten sorgte...
Welche Bilderwelten in der Werbung seit 1967 Einzug in das kollektive Konsumenten-Gedaechtnis gefunden haben, ist u.a. Thema dieses Projekts. Der Name desselben: -> so geht revolution
PS. Wer aufmerksam mitgezaehlt hat, weiß, dass wir
naechsten Monat bereits die 50. Anzeige des Monats kueren werden. Wir
halten euch auf dem Laufenden...
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Anzeige des
Monats (November 2008)
Reisen bildet, Teil II
Zum Thema "Reisen bildet" haben
wir diesen Monat ein ausgesprochenes Schmuckstück der Sammlung zur
Anzeige des Monats gekuert - und behaupten, die Lektuere des
Anzeigen-Textes ist aufschlussreich. Erschienen ist diese Anzeige im
Jahr 1971, laut Auskunft des Sprechers des Unternehmensarchivs der
Fluglinie (so ein Archiv haben heutzutage nicht mehr alle Unternehmen),
lediglich in den Publikationen "Pardon" und "Twen". Die Anzeige belegt
somit auch, dass die Ansprache der jeweiligen Zielgruppe - die einen
Teil der Produktkommunikation ausmacht (um es mit dem Konsumhistoriker
Rainer Gries auszudrücken) - als Kommunikation im Sinne einer
Subjekt-Subjekt-Beziehung verstanden werden muss: Konsum ist vor allem
sozial strukturiertes Handeln.
Wer sich für die Theorie und Praxis der Produktkommunikation interessiert, dem sei der kultur- und politikgeschichtliche Band "Produkte & Politk" von Rainer Gries empfohlen. Und selbstverständlich dieses Projekt. Es heißt: -> so geht revolution
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Anzeigen des
Monats (Oktober 2008)

Heute: Reisen bildet oder "so geht internationalismus"
Der Sommer ist zu Ende, die
Urlaubs- und Reisefotos beginnen (manchmal) zu zirkulieren und wir
freuen uns riesig über Jochens Zusendung für unser Projekt -
vielen, vielen Dank!! Unsere internationalistische Rundreise beginnt in
Berlins "Unter den Linden" (Franz. Revolution) und führt uns nach
Belgrad (Che-Bar), Pristina (Che-Bar) und Skopje (Lotto- bzw.
Wettbüro), dann geht es Richtung Norden und wir besuchen Riga
(Che-Bar) und Tallin (Che-Theaterplakat) - und nehmen dort zur
Kenntnis, dass Levinsons Buch zum "Guerilla Marketing" auch dort
erhältlich ist. Doch seht selbst...
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Anzeige des
Monats (September 2008)

Diesen Monat: Bewegende und bewegte Bilder...
"Es gibt ein Zeichen für
Protest", so heißt es unter anderem in einem aktuellen Werbespot
einer großen Versicherungsgesellschaft. Eines? Wir meinen
hunderte, tausende, hunderttausende. Da es derart viele Zeichen des
Protests gibt, besteht allerdings heutzutage auch ein Problem: Was,
wenn diese Zeichen nicht (mehr) eindeutig sind? Was, wenn die
Werbeindustrie diese Zeichen nutzt? Was, wenn dein Protest nicht mein
Protest ist? Und last not least: Was ist heutzutage eigentlich Protest?
Fragen über Fragen, die sich allesamt in diesem Projekt
widerspiegeln: Von der Ästhetik des Widerstands zur
Ich-Aktivierung im kognitiven Kapitalismus ist es manchmal (zumindest
auf den ersten Blick) nur ein kurzer Weg....
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Anzeige des
Monats (August 2008)

Das Jahr 1970 ...
Hatten wir letzten Monat noch Grund
uns Sorgen um die Aufmerksamkeitswirkung dieses Projektes zu machen, so
ist es diesen Monat genau andersrum: Viele Leute haben uns tolle
Anzeigen gesendet - dafür erstmal besten Dank! Obige Anzeige aus
dem Jahr 1970 küren wir zur Anzeige des Monats (Danke, Peter!) und
zwar aus einem ganz einfachen Grund: Sie wirft die Frage auf, inwiefern
die Revolte von `68 in Sachen Emanzipation revolutionär war und ob
und was sich im Geschlechter-Alltag verändert hat - wir sehen hier
nach wie vor enormen Handlungsbedarf.
Delacroix´s "Freiheit" ist ein überaus beliebtes Aktivierungs-Motiv in Werbeanzeigen und dieses Projekt widmet sich dem Ineinanderfallen von Protest, Werbung, Konsum und der Bedeutung linker und alternativer Zeichen zu kommerziellen Zwecken. Und es heißt: -> so geht revolution
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Anzeige des
Monats (Juli 2008)

Von Heiligendamm nach ...
Wir haben eine Frage, die uns
umtreibt: Wie teilt man den BesucherInnen einer Website mit, dass wir
echt enttäuscht sind, ohne dass die BesucherInnen meinen, sie
werden persönlich angesprochen? Nun, bevor wir mit allerlei
sprachlichen Kniffen versuchen dieses Problem zu umgehen, haben wir uns
entschlossen, einfach Klartext zu reden und sind uns sicher, dass eben
diese, unsere BesucherInnen damit schon souverän umgehen werden.
Daher nun ohne Schnörkel: Wir sind enttäuscht, dass uns niemand die obige Anzeige zeitnah hat
zukommen lassen. Es handelt sich dabei um eine ganzseitige Anzeige, die
drei Tage nach der Auftaktdemo in Rostock anlässlich des
G8-Gipfels in Heiligendamm in der Süddeutschen erschien. Und da in
den nächsten Tagen dieses Treffen in Japan startet, küren wir
sie - mit deftiger Verspätung - zur Anzeige des Monats. Danken
wollen wir Kathrin, die aufmerksam Zeitung liest und an uns gedacht
hat: Danke. Wir vermuten darüber hinaus, dass es sich bei dem
für die Anzeige verwendeten Bild um eine Orignal-Aufnahme von der
Auftaktdemo handelt. Wer das bestätigen kann, der/die möge
uns doch kurz eine mail schreiben: mediologie(at)demoz-lb.de. Nochmals
danke!
Hier geht es weniger um Aktionärshauptversammlungen als darum zu fragen, welche Bedeutung die Vernutzung derartiger Ereignisse zu Werbezwecken im popkulturellen Feld hat. Mehr dazu gibt es hier: -> so geht revolution
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Anzeige des
Monats (Juni 2008)

Werben mit offenen Karten ...
Werbung, so deuten zumindest wir das
Phänomen, spielt mit offenen Karten und dies macht es
möglich, damit eine "gesellschaftliche Bestandsaufnahme"
vorzunehmen. Auch in dieser Anzeige eines Distributoren guter
Düfte, Cremes und Styling-Hilfen lassen sich Hinweise auf die
Verfasstheit der sozialen Beziehungen entdecken. Dass zum "tollen
Aussehen" jedoch auch eine ganze Reihe Kompetenzen gebraucht werden,
verrät die Anzeige nicht. Unter dem Leitmotiv des "Selbst"
gehört "die Arbeit an sich" zweifellos zu den aktuell(st)en
Normierungsaufforderungen - Germany´s Next Topmodel wird keineR
von alleine.
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Werbeplakat des
Monats (Mai 2008)

Lieblings-Schuh-Geschäfte
Dieses Werbeschild entdeckten wir
jüngst in einem Schuhgeschäft in 1A-Innenstadtlage einer
baden-württembergischen Mittelstadt. Sofort fragten wir im Laden
nach weiteren Werbeträgern dieser Art, mussten allerdings mit
leeren Händen wieder abziehen. Allerdings verriet uns eine
Verkäuferin, dass das Schild "schon seit vielen Jahren" da im
Schaufenster stehe und sich bisher auch noch niemand dafür
interessiert habe.
Wenn die aktuellen Befunde zur
Konsumkultur nicht täuschen, könnte sich das jedoch bald
ändern. Einkaufen, so heißt es in der entsprechenden
Literatur, werde mehr und mehr zu einer Sache von Einstellungen und
Lebensstil. Zu vermuten ist jedoch, dass das Thema Rassismus weniger
positiv besetzt ist als die Themen Wellness, Gesundheit oder
beruflicher Erfolg. Uns gefällt diese Werbung dennoch.
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Anzeigen des
Monats (April 2008)

40 Jahre ´68 (II): Von Bedürfnissen und der Vereinnahmung
von Widerstand
Diesen Monat ist Premiere: Zum ersten
mal kueren wir gleich zwei Anzeigen zur "Anzeige des Monats". Denn:
beide greifen in selten schöner Manier das Thema Protest und
Werbung unter Mithilfe der ´68er auf. Der Still links stammt aus
dem Spot eines Autoherstellers, der darin ALLE bedeutsamen Ikonen der
Linken aufgreift (in order of appearance): Castro, Mao, Lenin, Ghandi,
Ho Tschi Minh, Rosa Luxemburg, Martin Luther King, Che Guevara und last
not least Karl Marx. Wir zitieren aus dem Gespräch zwischen Che
Guevara und Karl Marx: Che: "Mal wieder Zeit für eine Revolution."
Marx: "Es sollte um die Bedürfnisse der Menschen gehen."
Der Still rechts stammt aus dem Spot eines großen
schwäbischen Autobauers der (wieder einmal) den Umweltschutz als
Thema entdeckt hat. Die filmische Rückblende zeigt dabei einzelne
Protestereignisse, letztlich jedoch die "Kultur des Aufbruchs von
´68". Am Ende gibt es den Hinweis, dass Sprit sparende Autos auch
eine gute Sache sind.
Zu vermuten ist, dass in diesem "Gedenkjahr" vermehrt die Ikonen,
Parolen und Praktiken der Revolte in kommerziellen Anzeigen verwendet
werden: Negt/Kluge haben hier vermutlich nach wie vor recht: "Die
Werbung ergreift ihre Chance". Nicht mehr, nicht weniger.
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Anzeige des
Monats (Maerz 2008)

40 Jahre ´68 (I): "Wenn es der Wahrheitsfindung dient..."
Es ist nicht verwunderlich, dass 40
Jahre nach "´68" derzeit heftig über "das Erbe" der Revolte
gestritten wird. In loser Folge wollen auch wir uns in diese Debatte
einmischen. Dies tun wir zum einen, indem wir die obige Anzeige zur
"Anzeige des Monats" kueren, zum anderen, dass wir heute unseren Dank
aussprechen: Dank an Fritz Teufel, für obiges Zitat. Oder besser
für die damit zum Ausdruck kommende Einstellung gegenueber
Autoritäten, die kompromisslose Unterordnung fordern. Eine solche
unterwürfige Haltung scheint uns auch nicht mehr
zeitgemäß. Wir entnehmen aus "der Bibel" der Management- und
Personalführungsliteratur von Tom Peters folgende Anleitungen:
"Eifern und rasen Sie: Zerreissen sie Papiere. (...) Schwänzen Sie
Sitzungen. (...) Seien Sie mutig. (...) Seien Sie dramatisch. (...)
Finden Sie ihren eigenen Stil oder gehen Sie vor die Hunde." (Tom
Peters: Kreatives Chaos: Die neue Management-Praxis. Hamburg, 1988, S.
548f)
Dass damit heute vor allem "das
innere Subjekt" zu kreativerem, intensiverem und entgrenztem Arbeiten
"empowert" werden soll ist, eine andere Geschichte...
Die Bilder der Revolte von ´68 und deren Verwendung in kommerziellen Werbeanzeigen sind unser Thema - unter anderem. Interesse? Hier geht es weiter: -> so geht revolution
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Anzeige des
Monats (Februar 2008)

Und wieder einmal: Arbeit, Arbeit, Arbeit...
Wir haben es ja bereits geahnt, so
toll kann Arbeit nicht sein. Ein Radiosender aus dem sueddeutschen Raum
hat nun daraus die ihm eigenen Konsequenzen gezogen und ruft zur Wahl
von "Betriebsräten" auf - deren oberste Priorität sein
müsse, sicherzustellen, dass im Betrieb auch genug gefeiert wird.
Wir lesen diese Anzeige als Aufruf zu mehr "pleasure" und dies wird den
Arbeitgebern sicher nicht wirklich gefallen. Andererseits ist uns
bewußt, dass zufriedene MitarbeiterInnen die motivierteren
MitarbeiterInnen sind und diese Lektion kann Chefin und Chef dann doch
hier lernen. Dass in Zeiten eines umfassenden Demokratie-Abbaus (auch)
in Unternehmen ein Mehr an Mitbestimmung eine
Selbstverständlichkeit sein sollte - dies ist nur eine
abschließende Ergänzung. in diesem Sinne: "Reih dich ein in
die größte Bewegung" - und gründet Betriebsräte!
(p.s.: Die Einträge im blog des Radiosenders hierzu sind
äußerst aufschlussreich, wir zitieren in Kürze daraus!)
Arbeit und Vergnügen unter den Vorzeichen einer ästhetischen Ökonomie sind u.a. unsere Themen. Mehr dazu gibt es hier: -> so geht revolution
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Monats (Januar 2008)

Europa, here we come!
Der diesen Monat zur Anzeige des
Monats gekuerte Flyer fand sich am Stand Rumaeniens auf der
"Gruenen Woche 2007" in Berlin (Danke, Jochen!). "Europa, here we come"
oder besser "here we are". Der rumaenisch-englisch gehaltene Folder
verspricht ein Franchise-Konzept, bei dem alle Beteiligten auf ihre
Kosten kommen werden, eine "win-win"-Situation sozusagen. Und einen Che
Guevara mit Kochmuetze hatten wir hier auch noch nicht. Diese Anzeige
passt unserer Meinung nach sehr gut nicht nur in die derzeitige
Medienlandschaft: Kochshows im Fernsehen und On-Stage boomen, auch
kaufen sich immer mehr Leute hochwertige Küchen und bekochen ihre
Liebsten mit den feinsten Leckereien. Wir identifizieren diese
subjektiven Praxen als spezifische Ausdrucksform einer popkulturellen
Teilhabe-Technologie (Stichwort: In-Sein). Und was den
Werbeträger angeht - da wünschen wir allen zumindest ein
ordentliches Essen auf den Tisch, auch und vielleicht sogar vor allem
in Rumanien. Es
muss ja nicht immer eine "kulinarische Revolution" sein.
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Anzeige des
Monats (Dezember 2007)

Diesen Monat: T.H.D. - und die Praxis des ungefragten
Einmischens
Wie bereits letzten Monat
angekündigt: Hilfigers Underground Crew...
Als das Unternehmen Diesel im Jahr
2002 (zumindest) in der Schweiz bezahlte Leute nächtens
losschickte, um den damaligen Werbeslogan "Legalize the 4 day weekend"
auf Straßen, Garagentore und Hausfassaden klandestin zu
hinterlassen, wunderten wir noch ein wenig darüber, dass die
dafür fälligen Bußgelder bereits im Werbeetat enthalten
waren. Heute, und spätestens seit den jugendkulturell
durchgestylten Sendeformaten MTV und Viva, wissen wir, dass "Graffiti"
durchaus eine attraktive Werbematrix darstellt. Hilfiger ergänzt
diese Reihe durch seine Anzeige - nicht mehr und nicht weniger.
Allerdings: An dieser Anzeige lässt sich durchaus ein seitens des
Unternehmens offensichtlich beabsichtigter Imagewandel erkennen, denn
bislang gilt Hilfiger landläufig nach wie vor als Marke von
(männlichen) BWL- und Jura-Studierenden. Ob writer und tagger die
intendierte Botschaft des oberen Mittelklasse-Ausrüsters
anerkennen werden, steht auf einem anderen Blatt, wir wagen das zu
bezweifeln...
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Anzeige des
Monats (November 2007)

Che Guevara Look-A-Like und die Abweichung von der Norm
Anzeigen wie diese gefallen uns. In ihnen
lässt sich bedeutsames und unbedeutsames gleichzeitig erkennen.
Als bedeutsam erscheint uns beispielsweise: Die Verkehrung des Prinzips
von "Norm und Abweichung", das Netz als Feld von Social Engineering und
Orientierungsraum, die zunehmende Bedeutung von kulturalisierten Events
und dass mal wieder "Posterboy Che" Pate im Look-A-Like-Contest stand.
Unbedeutsam finden wir hingegen den Namen der Website, denn dass Kuba
(oder "der Kubaner") tatsächlich derart angesagt ist wie der Name
suggerieren soll, scheint uns doch fraglich.
Nächsten Monat gibt es was
ganz schickes: Tommy Hilfiger hat seine Underground-Crew auf
nächtliche Spraytour geschickt...
Die bunte Werbebilderwelt ist
unser Material. Und dazu machen wir Kommentare. Mehr Infos?
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Anzeige des
Monats (Oktober 2007)

Visionary Combat - Wann, wo und um was soll es gehen...
Jüngst erreichte uns ein selten
schönes Exponat für die Ausstellung "so geht revolution"
(Danke, Tanja!). Es handelt sich um ein 16-seitiges, aufwändig
gestaltetes Büchlein, das den den Titel "The Book of Visionary
Combat" trägt. Aus einem golden leuchtenden Strahlenkranz blickt
Fidel Castro dem Betrachter / der Betrachterin entgegen und im Innern
findet sich alles, was einst (und heute?) Rang und Namen in Sachen
Revolution hat: Zapata, Fidel, Mao, Lenin, Malcolm X, Gandhi, usw. Dazu
gibt es rote
Sterne, die Black Panther Faust, die Friedenstaube - eigentlich fehlt
nur Che Guevara, aber der ist evtl. ja marketingmäßig schon
"durch" (Stichwort: Zu wenig Distinktion) und lockt somit niemanden
mehr hinterm Ofen hervor...
Den Titel des kleinen
Werbeträgers finden wir spannend. Es ist eben nicht das "Hier und
Jetzt" und nicht das "Just do it!" um das es zumeist in derlei
kommerziellen Aktivierungsversprechungen geht, sondern weist auf eine
Zukunft hin, die ggf. noch unbestimmt ist. Insofern kommt es eben
darauf an, dies auszuhandeln. Immerhin kann dieses Werbeheft dahin
interpretiert werden, dass es überhaupt wünschenswert ist,
sich eine andere Gesellschaft überhaupt vorstellen zu können.
Dabei, und beim Stöbern auf dieser Seite, wünschen wir viel
erhellendes Vergnügen. Das ganze heißt:
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Hinweis des
Monats (September 2007)

Werbung mit Werbung....
Die Sommerpause ist vorbei und heute
machen wir Werbung mit Werbung. Und ein Begriff, der bislang lediglich
am Rande Thema war, rückt heute ins Zentrum der Überlegungen,
der Begriff: "Authentizität". Während manche meinen, sie
seien "ganz sie selbst", lässt uns stutzen, dass eben diese sich
schon wieder so ähneln, dass es mit dem "ganz sich selbst sein" so
weit nicht her sein kann - Differenz- und Identitätskonzepte hin
oder her. Aber dass das Versprechen des Individuellen wirkt, das
bestreiten wir definitiv nicht. Wie sagte schon Che Guevara: "Auch du
kannst Großes bewegen..."
Und wir freuen uns, dass das KUZ
in Mainz uns eine sehr schöne Ankündgung gebastelt hat. Wir
sehen uns in Mainz, am 9. September um
19 Uhr... Bis dahin!
Weitere Anzeigen, Hintergründe,
Presseberichte gibt´s unter: ->
so
geht revolution
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Anzeige des Monats (August 2007)

Heute: Der Blick aus dem Fenster...
Eigentlich machen auch wir Sommerpause.
Doch das Wetter, von dem bekannlich alle wieder reden, macht uns einen
Strich durch die Rechnung. Und daher gibt es heute ein "sonniges
Motiv", das im Jahr 2003 von einem dieser Reiseveranstalter als
Blickfang eingesetzt wurde. Weitere Kommentare sparen wir uns.
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Anzeige des Monats (Juli 2007)

Heute: Von Target Groups und der guten alten Zeit
"Eigentum statt Miete" lautet eine
weitere, derzeit häufig anzutreffende Werbe-Botschaft, die ohne
großes Zutun als "Technologie der
Selbstsorge" bezeichnet werden kann. Eine namhafte Bausparkasse
spricht in einem ihrer Spots dann auch zielgenau die "Generation 68"
an. Dabei wird, wie das Still aus dem Clip zeigt, wieder einmal die
Ikonographie des Aufbruchs von 67f. benutzt - ein Schelm wer dabei
nicht daran denkt, dass damit an die "gute, alte Zeit" angedockt werden
soll.
Eine Zeit, in der bekanntlich den Protagonisten "alles möglich
schien" ... - und heute zur Mobilisierung von Wünschen und
Begierden zum Hauserwerb eingesetzt wird.
Das soll es für diesen Monat
auch schon gewesen sein. Mehr zum Projekt gibt es hier:
P.S: Die Ausstellung zum Projekt hat freie Termine!!!
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Anzeige des Monats (Juni 2007)

Diesen Monat: Gipfelsturm und Glokalisierung
"Werbung ergreift ihre Chance", das
schrieben Negt/Kluge bereits Anfang der siebziger Jahre. Ein geradezu
mustergültiges Beispiel hierfür ist im Anzeigenmotiv eines
Bierbrauers, welches Anfang Juni plakatiert wurde - zeitgleich zum
G8-Gipfel in Heiligendamm - zu erkennen. Erneut zeigt sich, dass
Werbeplakate stets "absichtsvolle visuelle Inszenierungen" sind -
wäre da nicht ein kleiner Haken, der uns darauf hinweist, dass die
Gefahr der Überinterpretation manchmal nahe liegt. Als, so lies
uns die Pressestelle der Brauerei wissen, diese Kampagne und das
zugehörge Motiv geplant wurde, hatte niemand vor Augen, dass
zeitgleich der G8-Gipfel stattfindet. Dies ist bei einem Vorlauf von
manchmal mehr als einem Jahr auch nicht verwunderlich: Wieder was
gelernt!
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Ereignis des Monats (Mai 2007*)

Diesen Monat: Rent a demo!
Wenn Lobbygruppen
nichts zu sagen haben, mieten sie sich Leute, die für sie
demonstrieren. Mehr ist diesen Monat auch nicht zu sagen. Vielleicht
noch, dass diese Jobs ziemlich mies bezahlt sind. Ob und welche inneren
Konflikte die einzelnen TeilnehmerInnen an Demonstrationen dieser Art
zu bewältigen haben, steht derzeit noch nicht fest. Zu vermuten
ist, dass in Zeiten knapper werdender persönlicher Finanzreserven
(zumindest bei manchen) diese Tätigkeit so souverän wie
andere durchgeführt werden: It´s only a job.
Die Simulation von Protest ist das Thema dieses Projekts: -> so geht revolution
* Nachtrag: Mai 2008: Das obige Bild wurde aus
Copyright-Gründen entfernt und durch das CCL Bild "Lidl" ersetzt.
Diese Bild zeigt vermutlich Beschäftigte des Unternehmens Lidl bei
einer Demo in Frankfurt/Main. In Kommentaren wird spekuliert, ob es
sich bei ihnen um "Miet-Demonstranten" handelt. Mehr hierzu:
http://de.indymedia.org/2008/05/216479.shtml
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Anzeige des Monats
(April 2007)

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Produkt des Monats (Maerz 2007)

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Werbung & Revolte - ein
Ausstellungsprojekt in
progress presents:
Fotostory des
Monats (Februar 2007)

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Werbung & Revolte - ein
Ausstellungsprojekt in
progress
Produkt des
Monats (Januar 2007)

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Werbung & Revolte - ein
Ausstellungsprojekt in
progress
Anzeige des
Monats (Dezember 2006)

Anzeige des
Monats (November 2006)

Anzeige des
Monats (Oktober 2006)

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Hinweis des
Monats (September 2006)

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Reisetipp des
Monats (August 2006)

PS: Wer mehr weiß, darf sich gerne melden, so ganz sicher sind
wir uns dann doch nicht... Kontakt:
mediologie(at)demoz-lb.de
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Anzeige des
Monats (Juli 2006)

Hinweis des
Monats (Juni 2006)

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Anzeige des
Monats (Mai 2006)

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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress
Anzeige des
Monats (April 2006)

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Werbung & Revolte - ein
Ausstellungsprojekt in
progress
Anzeige des
Monats (März 2006)

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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress
Produkt
des
Monats (Februar 2006)

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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress
Anzeige
des
Monats (Januar 2006)

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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress
Anzeige
des
Monats (Dezember 2005)

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des
Monats (November 2005)

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Monats (Oktober 2005)

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Monats (September 2005)

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Monats (August 2005)
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Werbung & Revolte - ein
Ausstellungsprojekt in
progress
Anzeige
des
Monats (Juli 2005) - und Auflösung des Gewinnspiels vom Juni!
"Die Antwort ist natürlich d.): Die Handtasche ist der Beleg dafür, daß dieHerzlichen Glückwunsch! Dein Gewinnexemplar des Ausstellungskataloges landet demnächst in deinem Briefkasten! Allen EinsenderInnen ist unser tiefer Dank gewiss. Wir überlegen gerade, die Einsendungen unter dem poetischen Titel "Die Deutung der goldenen Handtasche" in kleiner Auflage drucken zu lassen, selbstverständlich in Vierfarb-Hochglanz-Ausstattung....
Repression gegen die Anti-Akw-Bewegung nach wie vor weiter geht und dabei
versucht cool und sexy zu wirken. Denn auf dem Bild kann man eine verdeckte
BKA-Ermittlerin sehen, die versucht zwei lässig an der Bar lehnende
Anti-Akw-Aktivisten (Schienensäger und Sitzblockierer) anzubaggern. Sie
versucht hierbei den auffallend plazierten Aufkleber geschickt in Szene zu
setzten um sich schneller an die Zielpersonen ranmachen zu können...Ein Bild
aus einem Werbeprospekt für den gehobenen polizeilichen Dienst!!!
Viele Grüße aus Ostsachsen...
P.
P.S.: Es könnte natürlich auch gut sein, daß das nur ein Zeichen dafür ist,
daß auch Leute aus der Schicki-Micki-Anti-AKW-Szene Alkoholprobleme haben
können...
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Werbung & Revolte - ein
Ausstellungsprojekt in
progress
Anzeige
des
Monats (Juni 2005) - erstmals mit Gewinnmöglichkeit!
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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress
Anzeige des
Monats (Mai 2005)
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Anzeige des
Monats (April 2005)
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Anzeige des
Monats (März 2005)

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Anzeige des
Monats (Februar 2005)
Das Leben von Ulrike Meinhof als Modestrecke: Auf der Polizeistation
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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress
Anzeige des
Monats (Januar 2005)
Kontakt:
mediologie(at)demoz-lb.de
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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress
Anzeige des Monats (Dezember 2004)
Kontakt: mediologie(at)demoz-lb.de
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Anzeige des Monats (November 2004)
Kontakt: mediologie(at)demoz-lb.de