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 Mediologische Vereinigung Ludwigsburg

 

    "so geht revolution"
                Anzeige des Monats


Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress


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Alles muss man selber machen - jetzt auch noch Werbung?

Der Februar scheint uns ein geeigneter Monat um obige Anzeige zu kueren. Dem Februar fehlen ein paar Tage und obiger Anzeige fehlt auch etwas im Vergleich zu anderen, hier praesentierten und kulturwissenschaftlich besprochenen Werbeerzeugnissen. Wir koennen uns, so sehr wir es versuchen, nicht mehr an das Produkt bzw. die Marke erinnern, für die das im Web geschalte "Anzeige" im animierten gif-Format stand. Wir vermuten, dass es um Computer ging, sind uns aber nicht mehr sicher.

Ob wir mit diesen Ueberlegungen selbst nun Werbung machen wissen wir nicht (wer bis hierher gelesen stellt sich vielleicht gerade eben diese Frage nach dem Auftraggeber der Anzeige - dialektische Werbung nennen wir das). Aber was wir wissen ist, dass zum einen Werbung mit Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Oekologie gerade sehr hip ist, zum anderen sich durch die Freiflaeche in der Anzeige auch alle möglichen Produkte und Dienstleistungen in die Anzeige imaginieren lassen. Haben Sie / Hast du eine Idee, für was Sie/du gerne mit der obigen Anzeige werben wuerden? Wir sind neugierig und erhoffen uns viele Vorschlaege, damit wir das Thema dieses Webauftritts - so geht revolution - substanziell füllen können. Also her mit den Ideen (mail: mediologie(at)demoz-lb.de), denn das ist ja bekannt: Heutzutage SOLL man alles selber machen (auch wenn die Tocos auf ihrer neuen Scheibe genau das Gegenteil sagen, was wir sehr zu schätzen wissen).

Vielleicht besprechen wir auch bald mal wieder musikalische Erzeugnisse aus der bunten Waren- und Dienstleistungswelt, bis dahin wuenschen wir erhellendes Schnuppern auf der Seite des Projekts ->    so geht revolution


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Diesen Monat: Wenn die Realität die Werbung einholt...   

Die Werbung schaut sich um im Leben und nutzt mal dieses, mal jenes Alltagsmotiv um Produkten Aufmerksamkeit zu verschaffen - nicht mehr, nicht weniger. Spannend ist die Frage, wann Werbung der Zensur zum Opfer fällt, denn Zensur ist stets konkreter Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Obiges Motiv aus dem Jahr 1968 erscheint uns als ein Paradebeispiel für diesen Zusammenhang und: es wurde nie veröffentlicht. Zu groß erschien den Cognac-Produzenten die Gefahr, dass diese Anzeige mit Starttermin Mai 1968 - als in Frankreich ArbeiterInnen und StudentInnen den gaullistischen Staat massiv unter Druck setzten - eigensinnige LeserInnen finden könnte, denn sie fanden, dass eine solche Anzeige den "ordnungsbewussten Deutschen (...) zu diesem Zeitpunkt nicht zuzumuten" wäre. (Quelle: http://www.zensur-archiv.de/index.php/Werbung, 4.1.2010)

So hat die damalige Realität die Werber kalt erwischt und wir finden es allemal spannend weiter darüber nachzudenken, was vermeintlich "nicht sag- und zeigbar" ist - vor allem in den scheinbar aufgeklärtesten Zeiten, die es jemals gab. Wir vermuten, es gibt da einen ganzen Strauß an Themen.

Dieses Projekt, dass sich der Darstellung linker/revolutionärer Ikonographie in kommerziellen Werbeanzeigen widmet, wünscht allen LeserInnen ein aufklärerisches neues Jahr. Es heißt bewusst vieldeutig ... ->    so geht revolution



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Schöne Weihnachten, Sammlerinnen und Sammler! 

Einem aktuellen Werbeprospekt für Kinderspielsachen (Rubrik: Spiel- und Modellautos) ist das obige Motiv entnommen, das wir zur "Anzeige des Monats" küren. Es zeigt, wie unschwer zu erkennen ist, eine hippieske Annäherung an das zur Legende gewordene Woodstock-Festival im Jahr 1969: "In den 60er und 70er Jahren fuhren diese Flower-Power Autos auf unseren Straßen. Heute genießen sie absoluten Kultstatus. Holen Sie sich den Charme der Hippie-Ära nach Hause und denken Sie an eine außergewöhnliche Zeit zurück" - so heißt es im nebenstehenden Text zu den Modellautos VW Samba Bus, VW Käfer und dem VW 1600 Kombi. Nicht uninteressant finden wir Plakate, die in die Szenerie integreiert wurden: Jimi Hendrix einerseits, eine Werbung für Coca-Cola andererseits: Gegenkultur meets Consumer-Culture-Lifestyle.

Zwar kennen wir niemanden, der aufrund der eigenen Biographie derlei Nippes als Erinnerung an "die gute alte Zeit" im Setzkasten stehen hat, aber wir wissen: Gesammelt wird wirklich alles. Da wir selbst ja auch sammelnd tätig sind (z.B. etwa 3000 kommerzielle Werbenazeigen, die mit den Zeichen und Symbolen, den Ikonen und Parolen linker und alternativer Protestbewegungen operieren) und die Wanderausstellung "so geht revolution" organisieren, wollen wir uns diesen Monat mit Kritik an den Sammlerinnen und Sammlern "der eigenen Biographie" zurückhalten. Wer jemanden kennt, der/die solche Remineszenzen an die Revolte von 68 zu Hause hat oder selbst welche besitzt, darf uns gerne informieren (mail: mediologie(at)demoz-lb.de). Gerne küren wir auch Anzeigen oder Produkte, die nicht Teil unserer, sondern Teil einer Sammlung anderer ist, zur "Anzeige des Monats".

In diesem Sinne: Vorwärts nach weit!

Mehr zum Projekt gibt es hier: ->    so geht revolution



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                                        Anzeige des Monats (November 2009)

 

Zur Theorie der Revolution: Die Bedeutung der Straße ...  - und anderes

Dieses Projekt widmet sich u.a. der alltäglich beobachtbaren Verschmelzung des Topos Revolution und der bunten Warenwelt. Dabei stehen die gezeigten "Anzeigen des Monats" jeweils beispielhaft für eine Facette dieses vielfach verschränkten Prozesses. Heute wollen wir selbst es weniger theoretisch angehen und stattdessen auf einen Kongress verweisen, der Ende des Monats in Frankfurt/Main am Institut für vergleichende Irrelevanz stattfindet. Dort wird auch die Ausstellung "so geht revolution - Werbung & Revolte" im Rahmenprogramm gezeigt, etwa einhundert Anzeigen aus der gleichnamigen Sammlung, die mittlerweile etwa 3000 Anzeigen, Videoclips, etc. aus den Jahren 1967 bis heute umfasst.
Der Kongress begibt sich dabei auf die Suche nach der Frage, wie unter den heutigen Bedingungen "Revolution" aussehen könnte beziehungsweise, was mit dem Begriff heute überhaupt (noch) gemeint ist. Und damit beschäftigen sich die OrganisatorInnen, ReferentInnen, KünstlerInnen und TeilnehmerInnen dieser Veranstaltung mit derselben Frage, die auch uns, frei nach Marx,  seit vielen Jahren umtreibt: Wie kann den derzeitigen Verhätltnissen ihre eigene(n) Melodie(n) vergesungen werden, um sie zum Tanzen zu bringen?

Mehr Infos zum Kongress: http://indeterminaterevolution.blogsport.de/

Hier stöbern kann sich lohnen... Viel Vergnügen!  ->    so geht revolution


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                                                                        Anzeige des Monats (Oktober 2009)

 

Diesen Monat: Was trinkt die Szene? Und was bedeutet das ...

Schon wieder geht es um ein Erfrischungsgetränk. Ob das sinnlich-ästhetische Versprechen von diesem Produkt eingehalten wird, entzieht sich unserer Kenntnis, was wir allerdings wissen, ist, wo sich diese Außenwerbung befindet: Dort, wo regelmäßig Wasserwerfer auffahren, dort, wo unangemeldet große Straßenfeste gefeiert werden, dort, wo die Verteidigung eines antikapitalistischen Freiraums dirket auf Gentrifizierungsprozese trifft: Im Hamburger Schanzenviertel. Ein dickes "Danke schön" für das Bild und die Zusendung desselben geht diesen Monat an Doris: Danke!

Inwieweit die Praxis des "Anders-Seins" derartige Modernisierungs- und Durchkapitalisierungsprozesse beeinflussen, ist ein Thema dieses Projekts. Langsam beginnt eine Debatte darüber, wie es möglich sein kann, "anders, anders zu sein" (nach Ulrich Bröckling). Versprochen: Wir bleiben dran.

Zur Vorgeschichte der obigen Anzeige empfehlen wir die Lektüre dieser Website: Die Anzeigen des Monats, die Info-Seite "so geht revolution" und ein Besuch der Ausstellung selbst. Vielleicht ja bald in deiner/Ihrer Nähe.

Runterscrollen oder hier schauen: ->    so geht revolution



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                           Breaking News - - - Breaking News - - - Breaking News - - - Breaking News - - -  (im September 2009)

     
 


Breaking News: "Foucault sells" oder: Der Imperativ zur Selbstsorge

Kurz vor der BT-Wahl ergreift das Unternehmen Bionade, frei nach Negt/Kluge, seine Chance. Hierzu zitieren wir aus der Pressemitteilung der zuständigen Agentur:

"Die Botschaft sagt in wenigen Worten, dass es für jeden einzelnen darauf ankommt, sich selbst zu bestimmen, Eigenverantwortung und somit Verantwortung für das Ganze zu übernehmen. Peter Kowalsky, Geschäftsführer von BIONADE, erklärt: 'Es geht uns hier nicht um Politik, es geht uns immer um eine Haltung – in Bezug auf die Menschen und ihrem Selbstwertgefühl. Das funktioniert nicht mit platten Werbesprüchen, sondern durch humorvolle, aber authentische Botschaften.'"     Quelle: http://www.kolle-rebbe.de/de/news (17.9.2009)

Wir schlussfolgern: Die Menschen sollen glauben, sie seien tatsächlich für sich allein verantwortlich, für Erfolg und auch für ihr Scheitern. Wer einmal Michael Hartmanns soziologische Studien zur Elitenbildung und -rekrutierung in der BRD angeschaut hat, weiß, dass dem nicht so ist. Dass der Imperativ zur Selbstsorge dennoch gesellschaftlich wirkt, ist unbestritten - und nun stellt sich die Frage, wie dem Mythos vom unternehmerischen Selbst begegnet werden könnte. Von Roland Barthes wissen wir: Mythen kann man nicht aufklären, allerhöchstens einen Gegenmythos dagegen stellen...

Ein großes Danke Schön geht an Markus, der das feine Foto in Stuttgart gemacht hat: Danke!

Anfang Oktober geht es dann wie gewohnt weiter mit der "Anzeige des Monats". Bis dahin viel (visuelles) Vergüngen bei->    so geht revolution


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                                                                                                                               Anzeige des Monats (September 2009)

     
     

Ausnahmsweise: Werbung in eigener Sache ...

Im Juli 2009 wurde die Ausstellung "so geht revolution - Werbung & Revolte" im White Heat in Stuttgart gezeigt - kuratiert und inszeniert von Daniel Mijic, Leonie Hosoda und Fabian Stuhlinger. Entstanden ist dabei auch ein Ausstellungskatalog, der über das Buchinstitut der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart zum Preis von 10 Euro bezogen werden kann (und der auch im DemoZ Ludwigsburg erhältlich ist). So machen wir ausnahmsweise einmal Werbung in eigener Sache für unsere geneigte LeserInnenschaft und freuen uns, wenn sich viele Menschen für den in 350er-Auflage gedruckten, 120 Seiten starken und ebenfalls vom Duo Hosoda/Stuhlinger grafisch gestalteten, sehr schönen Katalog interessiert zeigen. Der Umschlag des Katalogs entstand in der Siebdruckwerkstatt von Daniel Mijic! Danke an alle Beteiligten!
Kontakt zum Buchinstitut, Stuttgart: http://www.buchinstitut.abk-stuttgart.de/

"so geht revolution" ist evtl. bald in London und Karlsruhe zu sehen, wir halten euch auf dem Laufenden. Ansonsten gibt es hier mehr Informationen:
->    so geht revolution


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Diesen Monat: Das klappt ja prima...


Gerade haben wir erneut diskutiert, ob wir "Rebella" nun zur Anzeige des Monats kueren sollen oder nicht, da erreicht uns aus der Pfalz ein schoenes Beispiel, das wir aufgrund seiner Nicht-Alltaeglichkeit sogleich praemieren wollen (Danke, Helmut). Nicht dass es nicht bereits zahlreiche Che-Guevara-Bars und -Kneipen geben wuerde, aber als fahrende Werbung auf einem Taxi sieht man das Konterfei des Commandante doch eher selten.

Gespannt sind wir nun auf Berichte, die uns Aufschluss über die die versprochene "FREIHEIT NEU ERLEBEN" im Neustaedter "Bistro Cocktailbar Kuba" geben. Ist es wohl die Freiheit aus 380 Cocktails auswählen zu können? Die, dass im Sinne des Costumizing die Cocktailzutaten selbst zusammengestellt werden können? Die, dass dort ein offenes WLAN für die mit Laptop ausgestatteten Gäste bereit steht oder gar die Freiheit, die Getraenke nach Selbsteinschaetzung zu bezahlen? Am Ende ist es die Freiheit nichts zu konsumieren, um sich dort aufhalten zu dürfen? Wie heißt es doch in manch alter Bahnhofsgaststaette: "Ohne Verzehr kein Aufenthalt!"

Was Freiheit heute, unter den Bedingungen der permanenten Aufforderung "frei zu sein" meinen kann, ist unter anderem Thema dieses Projekts. Es heißt
->    so geht revolution



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Sommer! Traumhafte Postkartenlandschaften ...


Eigentlich wollten wir diesen Monat "Rebella" portraetieren, die kleine Schwester von "Emily". Doch nachdem uns obige Postkarte erreichte (Danke, Markus) haben wir kurzentschlossen umdisponiert. Wir sind uns zwar nicht sicher, ob die Parole vom "Guten Leben" revolutionaer ist oder nicht, allemal zeigt sie, dass das Leben für viele Menschen eines mit zahlreichen Zumutungen ist, die es abzustellen gilt. Daher kueren wir diese Postkarte zur Sommeranzeige des Monats. Verwundert waren wir dann ein wenig ueber zwei Dinge. Zum einen erscheint uns der Wandanschrieb doch eher als nachträglich mit Filzstift hinzugefuegt, zum anderen, dass die WirtschaftsinformatikerInnen der HdM Stuttgart sich dieses Satzes bemaechtigt haben. Entweder sind selbst in diesem Bereich die Studien- und spaeteren Arbeitsbedingungen jetzt schon ziemlich mies, oder die Postkarte ist ein Beleg dafür, dass das "schoene Leben" nach wie vor lediglich in der Kategorie eines hohen monatlichen Einkommens gedacht wird. Vielleicht ist es auch beides, die Angst kriecht ja bekanntlich seit längerem die Buerotuerme hoch und auch an gut ausgestatteten Hochschulen ist nicht alles Gold was glaenzt. Wirtschaftsinformatik ist ja irgendwie auch nur ein "Irgendwas mit Medien"-Studium...

So schauen wir uns manchmal Postkarten an. Aber nicht nur. Gute Sommerunterhaltung wünscht das Projekt  ->    so geht revolution


P.S.: Vielleicht sagt "Rebella" ja naechsten Monat hallo ...


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Diesen Monat: Punk im Jahr 1984


Kaufen sollen wir, kaufen. Ganz im Sinne keynesanischer Nachfragepolitik sollen so heutzutage Arbeitsplaetze gesichert werden. Ob es auf diese Anzeige der Firma Kaufhof aus dem Jahr 1984 bedeutsame Reaktionen gab, ist uns unbekannt. Wir vermuten zweierlei: Zum einen, dass es auch damals - wie heute eben auch - Leute gab, die sich solche Klamotten zugelegt haben und denen es relativ egal war, was die "authentische" oder wie es heute heißt, "true" oder "real" Subkultur dazu sagte. Und als ein Londoner Stadtrat im Jahr 1976 ein Konzert der Sex Pistols besuchte, lies er anschließend wissen: "Ich fühlte mich drei Tage später noch immer beschmutzt." Ordnung vs. Unordnung, Aesthetik vs. Dreck, Prunk vs. Punk?

Dieses Projekt unternimmt manchmal auch Ausflüge in fremde und seltsame Welten. So wie diesen Monat. Nächsten Monat gibt es dann wieder ein wenig mehr theoretisches Futter, wir überlegen gerade einen Update der "Kritik der Warenaesthetik" zu verfassen. Dis dahin viel visuelles Vergnuegen mit  ->    so geht revolution


P.S.: Nächsten Monat stellen wir hier "Rebella" vor...


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Diesmal: Die wollen nur spielen...


Ganz zufaellig haben wir juengst festgestellt, dass "revolutionaere Werbung", vor allem in Form hyperästhetischer Werbeclips, gerne das Motiv des drohenden und zubeissenden Polizeihundes verwendet. Von links nach rechts: Werbung für Turnschuhe aus dem Jahr 2002, Werbung für ein Cabrio der Mittelklasse aus dem Jahr 1998 und Werbung für eine Whisky-Marke aus dem Jahr 2008.

Wir interpretieren diese Bedrohungsszenarien auch als Ausdruck der Erzeugung eines "Affektes", bei dem die Dynamik militanter Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Staatsmacht ins Zentrum der Auseinandersetzung ruecken soll um das angepriesene Produkt emotional zu codieren. Da sich Produkte gleicher Produktgattung hinsichtlich ihrer Produktqualitaeten bekanntlich kaum mehr voneinander unterscheiden, bitten die creative agents zum Tanze mit der ritualisierten Provokation. Nun denn, die wollen auch nur spielen...

Dieses Projekt widmet sich dem Sammeln und der Kommentierung der ein oder anderen Anzeige, die mit "revolutionaerem Gestus" an der Warenfront um Aufmerksamkeit und Kauf wirbt. Es heißt ->    so geht revolution


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Diesen Monat: "No Future without" ...


Schon wieder eine Neuerung! Zum ersten Mal küren wir eine komplette Schaufenstergestaltung aus dem Jahr 2006 zur Anzeige des Monats! Das Ladengeschäft in teuerster Innenstadtlage einer Großstadt in Süddeutschland hat auch einen Namen (der in grauer Farbe hinter dem Wort "without" an eben diesem Schaufenster prangte), der aber an dieser Stelle nichts zur Sache tun soll. Bemerkenswert finden wir die hybride Mischung aus Punkadaptionen, Hippie-Reminiszenzen und Fashion-Statements. Die Anordnung der Plattencover und Plakate sowie nicht zuletzt die Ausleuchtung dieser  Inszenierung erlauben Rückschlüsse auf die hier verrichtete ästhetische Arbeit, die KundInnen zur Befriedigung von "Begehrnissen" Gernot Böhme) locken soll. Begehrnisse sind im Unterschied zu Bedürfnissen nicht zu befriedigen, sondern, so die These von Böhme, werden wegen des Konsums derartiger Güter stets gesteigert. Träfe dies zu, so müsste es sich um eine Art Perpetuum Mobile handeln und derartigen kulturindustriellen Produkten kann nur noch eine glanzvolle Zukunft vorausgesagt werden. Allerdings: da gibt es ja immer noch dieses ganz und gar unkalkulierbare Restrisiko: Die VerbraucherInnen...

Welche Bedeutung subkulturelle Stile, widerspenstige Kulturen und derartige popkulturelle Wareninszenierungen im kognitiven Kapitlismus haben, das ist ein Thema dieses fortlaufenden Pojekts und der dazugehörigen Wanderausstellung ->    so geht revolution


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                                                                                                                               Aufsteller des Monats (Maerz 2009)   
  

  

            


Diesen Monat: Vertrackte Angelegenheiten...

Schon wieder Guevara. Doch diesen Monat wenden wir uns weniger dem Porträt "mit fast emblematischen Charakter" (Ulrich Hägele) zu, als Fragen nach Copyright und Copyleft. Der oben gezeigte Aufsteller, der den Verkauf von mittelpreisigen Feuerzeugen (12, 95 Euro) ankurbeln soll, weist eine Besonderheit auf: Neben dem Konterfei des Commandante steht in der Tat "Copyright: Korda", was höchst selten der Fall ist. Da es immer wieder Unklarheit in der Frage der Verwendung des von Alberto Korda 1960 aufgenommen Bildes gibt, lassen wir Korda, der erstmals im Jahr 2000 gegen die kommerzielle Nutzung des Fotos vorging ("Smirnoff-Wodka"), selbst zu Wort kommen: "Als Unterstützer der Ideale, für die Che Guevara gestorben ist, bin ich nicht gegen die Reproduktion des Fotos durch diejenigen, die sein Andenken wachhalten und die soziale Ungerechtigkeit in der Welt anklagen. Aber ich bin kategorisch gegen die Ausbeutung von Ches Bild zu Werbezwecken für Produkte wie Alkohol oder andere Dinge, die Ches Ansehen beschädigen." (zit. n.: Lahrem, Stephan: Che. Eine globale Protestikone des 20. Jahrhunderts. In: Paul, Gerhard (2008): Das Jahrhundert der Bilder, 1949 bis heute. Göttingen, S. 234-241.) Zwei Fragen drängen sich auf: Wurde hier tatsächlich Fragen des Copyright beachtet oder der Einfachheit halber auf Korda als Urheber verwiesen? (Wer dies nachrecherchieren moege, wir sind sehr gespannt auf die Antwort des Herstelles!) Die zweite Frage: Sollte nicht der Tochter Guevaras, Aleida, die sich seit dem Tod Kordas um eben solche rechtlichen Fragen kömmert, nahegelegt werden, das Bild unter eine Creative Commons Lizenz zu stellen?

Solchen und anderen Fragen rund um die kommerzielle Nutzung der "Ikonographie der Revolution" widmet sich dieses Projekt. Die Debatte ueber die beiden Fragen ist hiermit eröffnet. Kontakt: mediologie(at)demoz-lb.de. Das Projekt heißt: ->   so geht revolution


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                                                                                                                               Anzeige des Monats (Februar 2009)   
  

  



Diesen Monat: Change has come...

Auch wenn es bereits oft gesagt wurde in den letzten Tagen: Wir wurden Zeugin und Zeuge eines historischen Moments, der unter dem Signum "Barack Obama" in aller Kuerze umschrieben werden kann. Wer die Berichterstattung rund um die Obamasche Amtseinführung aufmerksam verfolgt hat, dem fiel sicherlich auf, wie viele ZeitzeugInnen in Sachen "Civil Rights Movement" zu Wort kamen. Von einem - für dieses Projekt - weiteren aufschlussreichen "Wechsel" wollen wir an dieser Stelle berichten. Obiges Motiv, das auf die schwarze Bürgerrechtsbewegung der 1960er anspielt, entstammt einem Werbeclip eines schottischen Whiskyproduzenten mit dem Kampagnenmotto "Keep on Walking". Dieser Werbeclip, der weitere historische Ereignisse in der Menschheitsgeschichte zeigt (die Erfindung des Flugzeugs, der Bau von Wolkenkratzern in New York, die bemannte Weltraumfahrt, der Fall der Mauer in Berlin 1989), lief am Tag des oben erwähnten historischen Moments in der Zeit von 18 bis 21 Uhr mindestens acht mal (MEZ) auf CNN (also zur Mittagszeit in den USA), einem Sender, der die Feierlichkeiten - mitsamt häufiger Werbeunterbrechungen - live übertrug. Allerdings, dieser Clip kann auch auf der Homepage des Whiskyherstellers eingesehen werden, mit einem kleinen Unterschied: die oben gezeigte Protestszene ist in der Internet-Version nicht enthalten, stattdessen wird die Erstbesteigung des Mount Everest in Szene gesetzt - Change has come...

Wir finden, dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie politischer Protest medial inszeniert wird. Dies ist auch die Aufgabe dieses Projekts, das sich dem Verhältnis von Protest und Werbung widmet. Es trägt den Titel:  ->   so geht revolution


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                                                                                       Jubiläums-Anzeige des Monats (Januar 2009)   
  

  



so geht revolution: Die 50.!

Lange haben wir ueberlegt, welche der von uns zusammengetragenen Anzeigen wir zur Jubilaeums-Anzeige kueren werden - immerhin erscheint die Rubrik "Anzeige des Monats" bereits zum 50. Mal. Letzlich hat uns dann ein Argument ueberzeugt. Da das "Konterfei des Commandante" das mit großem Abstand meistverwendete Motiv der creative agents aus Werbung und PR in Sachen "revolutionaere Ikonographie" darstellt, wollen wir erneut einen "Che" kueren. Die obige Anzeige aus dem Jahr 2007 wurde in Frankreich geschaltet und ist somit eine der gesammelten (geschaetzt) 300 Anzeigen, die mit Che Guevara operiert und die allesamt in der Sammlung "so geht revolution" vereinigt sind. Ob diese Art der Produktkommunikation den Absatz von Cabrios tatsaechlich ankurbelt, wissen wohl nur die BWLer aus dem Hause Renault - wenn sie es denn wissen...

In diesem Sinne: Alles Gute, Che Guevara! Wer mehr ueber das Verhaeltnis von Protest, Konsum und Gesellschaftsanalyse und -kritik erfahren will, kann sich die Website ja mal genauer anschauen. Das fortlaufende Projekt heißt:  ->   so geht revolution


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Diesen Monat: Wenn Werber werben...

Vor ein paar Jahren warben Werber für ihre Teilnahme an einem Fußballturnier der Werbebranche mit obigem Motiv in einer Fachzeitschrift für Werbende. Die Anspielung auf die Entführung des Arbeitgeberpraesidenten H. M. Schleyer durch ein Kommando der RAF ist dabei alles andere als zufaellig - "disruption" und "breaking the rules" (und vielleicht gar die Absicht eines Tabu-Bruchs im Stile Oliviero Toscanis?) standen vermutlich Pate bei dieser visuellen Inszenierung. Terrorist Chic (und Radical Chic) ist leitmotivisch in Zeiten von Entgrenzung und (radikalisierender) Selbststilisierung und Selbstinszenierung keine Ueberraschung, aber immer wieder fuer eine Ueberraschung gut. Bisher ist uns nicht bekannt, dass dieses Motiv auf Seiten der Staatsschutzbehoerden für Aktivitaeten sorgte...

Welche Bilderwelten in der Werbung seit 1967 Einzug in das kollektive Konsumenten-Gedaechtnis gefunden haben, ist u.a. Thema dieses Projekts. Der Name desselben: ->   so geht revolution

PS. Wer aufmerksam mitgezaehlt hat, weiß, dass wir naechsten Monat bereits die 50. Anzeige des Monats kueren werden. Wir halten euch auf dem Laufenden...


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Reisen bildet, Teil II

Zum Thema "Reisen bildet" haben wir diesen Monat ein ausgesprochenes Schmuckstück der Sammlung zur Anzeige des Monats gekuert - und behaupten, die Lektuere des Anzeigen-Textes ist aufschlussreich. Erschienen ist diese Anzeige im Jahr 1971, laut Auskunft des Sprechers des Unternehmensarchivs der Fluglinie (so ein Archiv haben heutzutage nicht mehr alle Unternehmen), lediglich in den Publikationen "Pardon" und "Twen". Die Anzeige belegt somit auch, dass die Ansprache der jeweiligen Zielgruppe - die einen Teil der Produktkommunikation ausmacht (um es mit dem Konsumhistoriker Rainer Gries auszudrücken) - als Kommunikation im Sinne einer Subjekt-Subjekt-Beziehung verstanden werden muss: Konsum ist vor allem sozial strukturiertes Handeln.

Wer sich für die Theorie und Praxis der Produktkommunikation interessiert, dem sei der kultur- und politikgeschichtliche Band "Produkte & Politk" von Rainer Gries empfohlen. Und selbstverständlich dieses Projekt. Es heißt: ->   so geht revolution


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Heute: Reisen bildet oder "so geht internationalismus"

Der Sommer ist zu Ende, die Urlaubs- und Reisefotos beginnen (manchmal) zu zirkulieren und wir freuen uns riesig über Jochens Zusendung für unser Projekt - vielen, vielen Dank!! Unsere internationalistische Rundreise beginnt in Berlins "Unter den Linden" (Franz. Revolution) und führt uns nach Belgrad (Che-Bar), Pristina (Che-Bar) und Skopje (Lotto- bzw. Wettbüro), dann geht es Richtung Norden und wir besuchen Riga (Che-Bar) und Tallin (Che-Theaterplakat) - und nehmen dort zur Kenntnis, dass Levinsons Buch zum "Guerilla Marketing" auch dort erhältlich ist. Doch seht selbst...


         


Wir behaupten nach wie vor: Reisen bildet! Und dieses Projekt vielleicht ja auch. Es heißt:  ->
   so geht revolution


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Diesen Monat: Bewegende und bewegte Bilder... 

"Es gibt ein Zeichen für Protest", so heißt es unter anderem in einem aktuellen Werbespot einer großen Versicherungsgesellschaft. Eines? Wir meinen hunderte, tausende, hunderttausende. Da es derart viele Zeichen des Protests gibt, besteht allerdings heutzutage auch ein Problem: Was, wenn diese Zeichen nicht (mehr) eindeutig sind? Was, wenn die Werbeindustrie diese Zeichen nutzt? Was, wenn dein Protest nicht mein Protest ist? Und last not least: Was ist heutzutage eigentlich Protest? Fragen über Fragen, die sich allesamt in diesem Projekt widerspiegeln: Von der Ästhetik des Widerstands zur Ich-Aktivierung im kognitiven Kapitalismus ist es manchmal (zumindest auf den ersten Blick) nur ein kurzer Weg....

Dieses Projekt trägt den Namen  ->   so geht revolution


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Das Jahr 1970 ... 

Hatten wir letzten Monat noch Grund uns Sorgen um die Aufmerksamkeitswirkung dieses Projektes zu machen, so ist es diesen Monat genau andersrum: Viele Leute haben uns tolle Anzeigen gesendet - dafür erstmal besten Dank! Obige Anzeige aus dem Jahr 1970 küren wir zur Anzeige des Monats (Danke, Peter!) und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Sie wirft die Frage auf, inwiefern die Revolte von `68 in Sachen Emanzipation revolutionär war und ob und was sich im Geschlechter-Alltag verändert hat - wir sehen hier nach wie vor enormen Handlungsbedarf.

Delacroix´s "Freiheit" ist ein überaus beliebtes Aktivierungs-Motiv in Werbeanzeigen und dieses Projekt widmet sich dem Ineinanderfallen von Protest, Werbung, Konsum und der Bedeutung linker und alternativer Zeichen zu kommerziellen Zwecken. Und es heißt:  ->   so geht revolution



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                                                                                                                             Anzeige des Monats (Juli 2008)   
  

  


Von Heiligendamm nach ... 

Wir haben eine Frage, die uns umtreibt: Wie teilt man den BesucherInnen einer Website mit, dass wir echt enttäuscht sind, ohne dass die BesucherInnen meinen, sie werden persönlich angesprochen? Nun, bevor wir mit allerlei sprachlichen Kniffen versuchen dieses Problem zu umgehen, haben wir uns entschlossen, einfach Klartext zu reden und sind uns sicher, dass eben diese, unsere BesucherInnen damit schon souverän umgehen werden. Daher nun ohne Schnörkel: Wir sind enttäuscht, dass uns niemand die obige Anzeige zeitnah hat zukommen lassen. Es handelt sich dabei um eine ganzseitige Anzeige, die drei Tage nach der Auftaktdemo in Rostock anlässlich des G8-Gipfels in Heiligendamm in der Süddeutschen erschien. Und da in den nächsten Tagen dieses Treffen in Japan startet, küren wir sie - mit deftiger Verspätung - zur Anzeige des Monats. Danken wollen wir Kathrin, die aufmerksam Zeitung liest und an uns gedacht hat: Danke. Wir vermuten darüber hinaus, dass es sich bei dem für die Anzeige verwendeten Bild um eine Orignal-Aufnahme von der Auftaktdemo handelt. Wer das bestätigen kann, der/die möge uns doch kurz eine mail schreiben: mediologie(at)demoz-lb.de. Nochmals danke!

Hier geht es weniger um Aktionärshauptversammlungen als darum zu fragen, welche Bedeutung die Vernutzung derartiger Ereignisse zu Werbezwecken im popkulturellen Feld hat. Mehr dazu gibt es hier:  ->   so geht revolution


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                                                                                                                             Anzeige des Monats (Juni 2008)      

  


Werben mit offenen Karten ...

Werbung, so deuten zumindest wir das Phänomen, spielt mit offenen Karten und dies macht es möglich, damit eine "gesellschaftliche Bestandsaufnahme" vorzunehmen. Auch in dieser Anzeige eines Distributoren guter Düfte, Cremes und Styling-Hilfen lassen sich Hinweise auf die Verfasstheit der sozialen Beziehungen entdecken. Dass zum "tollen Aussehen" jedoch auch eine ganze Reihe Kompetenzen gebraucht werden, verrät die Anzeige nicht. Unter dem Leitmotiv des "Selbst" gehört "die Arbeit an sich" zweifellos zu den aktuell(st)en Normierungsaufforderungen - Germany´s Next Topmodel wird keineR von alleine.

In diesem Projekt, zu dem es auch eine Ausstellung gibt, wird (die Bilderwelt der) Werbung beobachtet, die zum Zwecke der Erregung von Aufmerksamkeit auf das Arsenal der Zeichen und Symbole, Slogans und Parolen sowie der Ikonen linken und alternativen Protests zurückgreift. Das ist manchmal sehr amüsant, meistens sehr aufklärend. Viel Spaß beim stöbern.  ->  so geht revolution



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                                                                                          Werbeplakat des Monats (Mai 2008)      

  


Lieblings-Schuh-Geschäfte

Dieses Werbeschild entdeckten wir jüngst in einem Schuhgeschäft in 1A-Innenstadtlage einer baden-württembergischen Mittelstadt. Sofort fragten wir im Laden nach weiteren Werbeträgern dieser Art, mussten allerdings mit leeren Händen wieder abziehen. Allerdings verriet uns eine Verkäuferin, dass das Schild "schon seit vielen Jahren" da im Schaufenster stehe und sich bisher auch noch niemand dafür interessiert habe.

Wenn die aktuellen Befunde zur Konsumkultur nicht täuschen, könnte sich das jedoch bald ändern. Einkaufen, so heißt es in der entsprechenden Literatur, werde mehr und mehr zu einer Sache von Einstellungen und Lebensstil. Zu vermuten ist jedoch, dass das Thema Rassismus weniger positiv besetzt ist als die Themen Wellness, Gesundheit oder beruflicher Erfolg. Uns gefällt diese Werbung dennoch.

Hier geht es um Konsum, Politik, Werbung und der vertrackten Frage: "Intervenieren im kognitiven Kapitalismus. Wie geht das?"
Mehr dazu gibt es hier:   ->  so geht revolution


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Anzeigen des Monats (April 2008)      

  


40 Jahre ´68 (II): Von Bedürfnissen und der Vereinnahmung von Widerstand 

Diesen Monat ist Premiere: Zum ersten mal kueren wir gleich zwei Anzeigen zur "Anzeige des Monats". Denn: beide greifen in selten schöner Manier das Thema Protest und Werbung unter Mithilfe der ´68er auf. Der Still links stammt aus dem Spot eines Autoherstellers, der darin ALLE bedeutsamen Ikonen der Linken aufgreift (in order of appearance): Castro, Mao, Lenin, Ghandi, Ho Tschi Minh, Rosa Luxemburg, Martin Luther King, Che Guevara und last not least Karl Marx. Wir zitieren aus dem Gespräch zwischen Che Guevara und Karl Marx: Che: "Mal wieder Zeit für eine Revolution." Marx: "Es sollte um die Bedürfnisse der Menschen gehen."
Der Still rechts stammt aus dem Spot eines großen schwäbischen Autobauers der (wieder einmal) den Umweltschutz als Thema entdeckt hat. Die filmische Rückblende zeigt dabei einzelne Protestereignisse, letztlich jedoch die "Kultur des Aufbruchs von ´68". Am Ende gibt es den Hinweis, dass Sprit sparende Autos auch eine gute Sache sind.
Zu vermuten ist, dass in diesem "Gedenkjahr" vermehrt die Ikonen, Parolen und Praktiken der Revolte in kommerziellen Anzeigen verwendet werden: Negt/Kluge haben hier vermutlich nach wie vor recht: "Die Werbung ergreift ihre Chance". Nicht mehr, nicht weniger.

Wenn du / Sie derartige Bilder bzw. Werbespots entdecken - wir freuen uns über jeden Hinweis (mediologie (at) demoz-lb.de) Was diese Website will und um was es sonst noch geht, steht hier:  ->  so geht revolution

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Anzeige des Monats (Maerz 2008)      




40 Jahre ´68 (I): "Wenn es der Wahrheitsfindung dient..." 

Es ist nicht verwunderlich, dass 40 Jahre nach "´68" derzeit heftig über "das Erbe" der Revolte gestritten wird. In loser Folge wollen auch wir uns in diese Debatte einmischen. Dies tun wir zum einen, indem wir die obige Anzeige zur "Anzeige des Monats" kueren, zum anderen, dass wir heute unseren Dank aussprechen: Dank an Fritz Teufel, für obiges Zitat. Oder besser für die damit zum Ausdruck kommende Einstellung gegenueber Autoritäten, die kompromisslose Unterordnung fordern. Eine solche unterwürfige Haltung scheint uns auch nicht mehr zeitgemäß. Wir entnehmen aus "der Bibel" der Management- und Personalführungsliteratur von Tom Peters folgende Anleitungen: "Eifern und rasen Sie: Zerreissen sie Papiere. (...) Schwänzen Sie Sitzungen. (...) Seien Sie mutig. (...) Seien Sie dramatisch. (...) Finden Sie ihren eigenen Stil oder gehen Sie vor die Hunde." (Tom Peters: Kreatives Chaos: Die neue Management-Praxis. Hamburg, 1988, S. 548f)

Dass damit heute vor allem "das innere Subjekt" zu kreativerem, intensiverem und entgrenztem Arbeiten "empowert" werden soll ist, eine andere Geschichte...


Die Bilder der Revolte von ´68 und deren Verwendung in kommerziellen Werbeanzeigen sind unser Thema - unter anderem. Interesse? Hier geht es weiter: ->  so geht revolution


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Anzeige des Monats (Februar 2008)      




Und wieder einmal: Arbeit, Arbeit, Arbeit... 

Wir haben es ja bereits geahnt, so toll kann Arbeit nicht sein. Ein Radiosender aus dem sueddeutschen Raum hat nun daraus die ihm eigenen Konsequenzen gezogen und ruft zur Wahl von "Betriebsräten" auf - deren oberste Priorität sein müsse, sicherzustellen, dass im Betrieb auch genug gefeiert wird. Wir lesen diese Anzeige als Aufruf zu mehr "pleasure" und dies wird den Arbeitgebern sicher nicht wirklich gefallen. Andererseits ist uns bewußt, dass zufriedene MitarbeiterInnen die motivierteren MitarbeiterInnen sind und diese Lektion kann Chefin und Chef dann doch hier lernen. Dass in Zeiten eines umfassenden Demokratie-Abbaus (auch) in Unternehmen ein Mehr an Mitbestimmung eine Selbstverständlichkeit sein sollte - dies ist nur eine abschließende Ergänzung. in diesem Sinne: "Reih dich ein in die größte Bewegung" - und gründet Betriebsräte! (p.s.: Die Einträge im blog des Radiosenders hierzu sind äußerst aufschlussreich, wir zitieren in Kürze daraus!)

Arbeit und Vergnügen unter den Vorzeichen einer ästhetischen Ökonomie sind u.a. unsere Themen. Mehr dazu gibt es hier: ->  so geht revolution

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Anzeige des Monats (Januar 2008)      

   




Europa, here we come!

Der diesen Monat zur Anzeige des Monats gekuerte Flyer fand sich am Stand Rumaeniens auf der "Gruenen Woche 2007" in Berlin (Danke, Jochen!). "Europa, here we come" oder besser "here we are". Der rumaenisch-englisch gehaltene Folder verspricht ein Franchise-Konzept, bei dem alle Beteiligten auf ihre Kosten kommen werden, eine "win-win"-Situation sozusagen. Und einen Che Guevara mit Kochmuetze hatten wir hier auch noch nicht. Diese Anzeige passt unserer Meinung nach sehr gut nicht nur in die derzeitige Medienlandschaft: Kochshows im Fernsehen und On-Stage boomen, auch kaufen sich immer mehr Leute hochwertige Küchen und bekochen ihre Liebsten mit den feinsten Leckereien. Wir identifizieren diese subjektiven Praxen als spezifische Ausdrucksform einer popkulturellen Teilhabe-Technologie (Stichwort: In-Sein).  Und was den Werbeträger angeht - da wünschen wir allen zumindest ein ordentliches Essen auf den Tisch, auch und vielleicht sogar vor allem in Rumanien. Es muss ja nicht immer eine "kulinarische Revolution" sein.


Bunte Werbebilder, linke Ikonen, der Alltag und soziale Praxen sind unsere Themen. Mehr dazu gibt es hier: ->  so geht revolution


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Anzeige des Monats (Dezember 2007)      

   




Diesen Monat: T.H.D. - und die Praxis des ungefragten Einmischens  

Wie bereits letzten Monat angekündigt: Hilfigers Underground Crew...

Als das Unternehmen Diesel im Jahr 2002 (zumindest) in der Schweiz bezahlte Leute nächtens losschickte, um den damaligen Werbeslogan "Legalize the 4 day weekend" auf Straßen, Garagentore und Hausfassaden klandestin zu hinterlassen, wunderten wir noch ein wenig darüber, dass die dafür fälligen Bußgelder bereits im Werbeetat enthalten waren. Heute, und spätestens seit den jugendkulturell durchgestylten Sendeformaten MTV und Viva, wissen wir, dass "Graffiti" durchaus eine attraktive Werbematrix darstellt. Hilfiger ergänzt diese Reihe durch seine Anzeige - nicht mehr und nicht weniger. Allerdings: An dieser Anzeige lässt sich durchaus ein seitens des Unternehmens offensichtlich beabsichtigter Imagewandel erkennen, denn bislang gilt Hilfiger landläufig nach wie vor als Marke von (männlichen) BWL- und Jura-Studierenden. Ob writer und tagger die intendierte Botschaft des oberen Mittelklasse-Ausrüsters anerkennen werden, steht auf einem anderen Blatt, wir wagen das zu bezweifeln...

Die polysemen Töne "revolutionärer" Werbung sind unser Thema, die unterschiedlichen Lesarten derselben noch sehr viel mehr.
Neugierig? ->  so geht revolution


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                                                                                                Anzeige des Monats (November 2007)      

   




Che Guevara Look-A-Like und die Abweichung von der Norm 

Anzeigen wie diese gefallen uns. In ihnen lässt sich bedeutsames und unbedeutsames gleichzeitig erkennen. Als bedeutsam erscheint uns beispielsweise: Die Verkehrung des Prinzips von "Norm und Abweichung", das Netz als Feld von Social Engineering und Orientierungsraum, die zunehmende Bedeutung von kulturalisierten Events und dass mal wieder "Posterboy Che" Pate im Look-A-Like-Contest stand. Unbedeutsam finden wir hingegen den Namen der Website, denn dass Kuba (oder "der Kubaner") tatsächlich derart angesagt ist wie der Name suggerieren soll, scheint uns doch fraglich.

Nächsten Monat gibt es was ganz schickes: Tommy Hilfiger hat seine Underground-Crew auf nächtliche Spraytour geschickt... 

Die bunte Werbebilderwelt ist unser Material. Und dazu machen wir Kommentare. Mehr Infos? 

->  so geht revolution


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                                                                                                Anzeige des Monats (Oktober 2007)      

   




Visionary Combat  - Wann, wo und um was soll es gehen... 

Jüngst erreichte uns ein selten schönes Exponat für die Ausstellung "so geht revolution" (Danke, Tanja!). Es handelt sich um ein 16-seitiges, aufwändig gestaltetes Büchlein, das den den Titel "The Book of Visionary Combat" trägt. Aus einem golden leuchtenden Strahlenkranz blickt Fidel Castro dem Betrachter / der Betrachterin entgegen und im Innern findet sich alles, was einst (und heute?) Rang und Namen in Sachen Revolution hat: Zapata, Fidel, Mao, Lenin, Malcolm X, Gandhi, usw. Dazu gibt es rote Sterne, die Black Panther Faust, die Friedenstaube - eigentlich fehlt nur Che Guevara, aber der ist evtl. ja marketingmäßig schon "durch" (Stichwort: Zu wenig Distinktion) und lockt somit niemanden mehr hinterm Ofen hervor...

Den Titel des kleinen Werbeträgers finden wir spannend. Es ist eben nicht das "Hier und Jetzt" und nicht das "Just do it!" um das es zumeist in derlei kommerziellen Aktivierungsversprechungen geht, sondern weist auf eine Zukunft hin, die ggf. noch unbestimmt ist. Insofern kommt es eben darauf an, dies auszuhandeln. Immerhin kann dieses Werbeheft dahin interpretiert werden, dass es überhaupt wünschenswert ist, sich eine andere Gesellschaft überhaupt vorstellen zu können. Dabei, und beim Stöbern auf dieser Seite, wünschen wir viel erhellendes Vergnügen. Das ganze heißt:

->  so geht revolution


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                                                                                                Hinweis des Monats (September 2007)      

   




Werbung mit Werbung.... 

Die Sommerpause ist vorbei und heute machen wir Werbung mit Werbung. Und ein Begriff, der bislang lediglich am Rande Thema war, rückt heute ins Zentrum der Überlegungen, der Begriff: "Authentizität". Während manche meinen, sie seien "ganz sie selbst", lässt uns stutzen, dass eben diese sich schon wieder so ähneln, dass es mit dem "ganz sich selbst sein" so weit nicht her sein kann - Differenz- und Identitätskonzepte hin oder her. Aber dass das Versprechen des Individuellen wirkt, das bestreiten wir definitiv nicht. Wie sagte schon Che Guevara: "Auch du kannst Großes bewegen..."

Und wir freuen uns, dass das KUZ in Mainz uns eine sehr schöne Ankündgung gebastelt hat. Wir sehen uns in Mainz, am 9. September um
19 Uhr... Bis dahin!

Weitere Anzeigen, Hintergründe, Presseberichte gibt´s unter:   ->  so geht revolution


 


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                                                                                Anzeige des Monats (August 2007)      

   




Heute: Der Blick aus dem Fenster...  

Eigentlich machen auch wir Sommerpause. Doch das Wetter, von dem bekannlich alle wieder reden, macht uns einen Strich durch die Rechnung. Und daher gibt es heute ein "sonniges Motiv", das im Jahr 2003 von einem dieser Reiseveranstalter als Blickfang eingesetzt wurde. Weitere Kommentare sparen wir uns.

Nach dem Sommer geht es wieder ausführlicher weiter. Aber das Internet hat ja nie Ferien. Wer mag:  ->  so geht revolution

P.S: Am 9.9.07 gibt es einen kleinen multimedialen Vortrag zum Thema, in Mainz. Mehr dann bald...


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                                                                                Anzeige des Monats (Juli 2007)      

   




Heute: Von Target Groups und der guten alten Zeit 

"Eigentum statt Miete" lautet eine weitere, derzeit häufig anzutreffende Werbe-Botschaft, die ohne großes Zutun als "Technologie der Selbstsorge" bezeichnet werden kann. Eine namhafte Bausparkasse spricht in einem ihrer Spots dann auch zielgenau die "Generation 68" an. Dabei wird, wie das Still aus dem Clip zeigt, wieder einmal die Ikonographie des Aufbruchs von 67f. benutzt - ein Schelm wer dabei nicht daran denkt, dass damit an die "gute, alte Zeit" angedockt werden soll. Eine Zeit, in der bekanntlich den Protagonisten "alles möglich schien" ... - und heute zur Mobilisierung von Wünschen und Begierden zum Hauserwerb eingesetzt wird.

Das soll es für diesen Monat auch schon gewesen sein. Mehr zum Projekt gibt es hier:

   ->  so geht revolution

P.S: Die Ausstellung zum Projekt hat freie Termine!!!


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                                                                                      Anzeige des Monats (Juni 2007)      

   




Diesen Monat: Gipfelsturm und Glokalisierung 

"Werbung ergreift ihre Chance", das schrieben Negt/Kluge bereits Anfang der siebziger Jahre. Ein geradezu mustergültiges Beispiel hierfür ist im Anzeigenmotiv eines Bierbrauers, welches Anfang Juni plakatiert wurde - zeitgleich zum G8-Gipfel in Heiligendamm - zu erkennen. Erneut zeigt sich, dass Werbeplakate stets "absichtsvolle visuelle Inszenierungen" sind - wäre da nicht ein kleiner Haken, der uns darauf hinweist, dass die Gefahr der Überinterpretation manchmal nahe liegt. Als, so lies uns die Pressestelle der Brauerei wissen, diese Kampagne und das zugehörge Motiv geplant wurde, hatte niemand vor Augen, dass zeitgleich der G8-Gipfel stattfindet. Dies ist bei einem Vorlauf von manchmal mehr als einem Jahr auch nicht verwunderlich: Wieder was gelernt!

Dass man aus und von Werbung jede Menge lernen kann (wenn man mag), ist ein Thema dieses Projekts in progress.
Es heißt:
->  so geht revolution

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                                                                                      Ereignis des Monats (Mai 2007*)      

   




Diesen Monat: Rent a demo!

Wenn Lobbygruppen nichts zu sagen haben, mieten sie sich Leute, die für sie demonstrieren. Mehr ist diesen Monat auch nicht zu sagen. Vielleicht noch, dass diese Jobs ziemlich mies bezahlt sind. Ob und welche inneren Konflikte die einzelnen TeilnehmerInnen an Demonstrationen dieser Art zu bewältigen haben, steht derzeit noch nicht fest. Zu vermuten ist, dass in Zeiten knapper werdender persönlicher Finanzreserven (zumindest bei manchen) diese Tätigkeit so souverän wie andere durchgeführt werden: It´s only a job.

Die Simulation von Protest ist das Thema dieses Projekts: ->  so geht revolution 

* Nachtrag: Mai 2008: Das obige Bild wurde aus Copyright-Gründen entfernt und durch das CCL Bild "Lidl" ersetzt. Diese Bild zeigt vermutlich Beschäftigte des Unternehmens Lidl bei einer Demo in Frankfurt/Main. In Kommentaren wird spekuliert, ob es sich bei ihnen um "Miet-Demonstranten" handelt. Mehr hierzu: http://de.indymedia.org/2008/05/216479.shtml

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Diesen Monat: Permanente Veränderung!?

Mit dem Einzug des Personal-Computers in die Wohn- und Arbeitszimmer vor mehr als 20 Jahren begann in der Tat die Veränderung der Welt.
Heute ist ein Leben ohne Computer (in vielen Teilen der Welt) nicht mehr vorstellbar - und, der Computer steht wie keine andere technologische Entwicklung für den Wandel vom industriellen zum kognitiven Kapitalismus. Wie unter den gegebenen Bedingungen, dem Leitbild der immateriellen Arbeit heutzutage die gesellschaftliche Teilhabe aller organisiert werden kann, ist eines der Themen, um die es hier geht. Von "Revolution" wollen wir an dieser Stelle in diesem Monat dann auch lieber schweigen.

Arbeit, Technik, Werbung und Protest sind unsere Themen. Und das gesamte Projekt heißt:
->  so geht revolution 


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                                                                                       Produkt des Monats (Maerz 2007)      

   



Heute: Welche Farbe hat der Frauentag?

Die Farbe Lila stand lange Zeit für eine breitere Strömung innerhalb der Frauenbewegung als Farbe der Emanzipation. In den letzten Jahren
taucht seit einiger Zeit vermehrt die Farbe Orange im Kontext des (Internationalen) Frauentags auf. Das diesen Monat gekürte Label "Protest" bringt nun ein ein gegendert leuchtendes Rot ins Spiel. Verzwickt, verzwickt. Seit klar ist, dass Farben im politischen Geschehen eine immer größere Rolle spielen, erwähnt sei nur das Beispiel der "orangenen Revolution" in der Ukraine im Jahr 2004 (unter tätiger Mithilfe westlicher think tanks), widmet sich auch das Projekt "so geht revolution" der Frage nach der Bedeutung von Farben im politisch-kulturellen (Hand-) Gemenge. Anmerkungen und Komentare bitte per mail an:

mediologie(at)demoz-lb.de
Danke schön!

Angesichts des heute gekürten Labels empfehlen wir darüber hinaus auch einen Blick auf die website: www.protest.eu

Und wer mehr zum Zusammenhang von Werbung, Revolte, Konsum, Stereotypen, think tanks und sozialen Bewegungen erfahren möchte, kann ja einfach hier klicken:
->  so geht revolution 



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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress presents:


                                                                                       Fotostory des Monats (Februar 2007)      

   



Heute: Gut gekleidet auf die Demo!

Landauf, landab wird derzeit noch einmal versucht, die in mehreren Bundesländern beschlossenen Studiengebühren zu torpedieren. Dem Uni-Campus-Magazin "Uni-Queen" ist dieses Thema ebenfalls ein ganzseitiges Foto wert. Die Fotostory begleitet die Protagonistin, nennen wir sie Claudia, durch einen Tag an der Uni, der damit endet, dass nach Vorlesung, Bibliotheks-Arbeit, Versuchen im Labor und einer Mensa-Mittagspause auch das Politische zu seinem Recht kommt - und zwar um 18.00 Uhr. Gut gekleidet, so die Bildlegende, "kann man nach der Demo auch noch in einer Bar einkehren". Die Welt, aus der dieses Foto stammt, scheint auf den ersten Blick ganz einfach zu sein. Dass das vorliegende Medienformat irgendwo zwischen redaktioneller Konzeption, Werbeanzeige und Bravo-Lovestory angesiedelt ist, macht die Beurteilung des Ganzen jedoch ganz schön kompliziert. Solche "informellen Kataloge", auch Magaloge (Magazin / Katalog) genannt, sind seit einigen Jahren übrigens ziemlich angesagt.

In diesem Projekt geht es auch um Magaloge. Aber vor allem geht es um den Zusammenhang von Konsum, Werbung und Protest. Viel Vergnügen beim Stöbern:  
->  so geht revolution 


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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress


                                                                                                            Produkt des Monats (Januar 2007)      

   



Heute: Spielerisch ins neue Jahr!

Etwas wirr kommt diese Sammlung von Fingerpuppen daher, die unter der Headline "Unemployed Philosophers" im Netz beworben und in zahlreichen Geschäften (vor allem in bester Innenstadtlage) erworben werden können. Der Preis soll nichts zur Sache tun, zumal derzeit ja eh beinahe alles im Preis reduziert offeriert wird. Vielleicht noch eine Anmerkung in Sachen Gestaltung: Die Puppen sehen einfach schlecht aus! Dass Ästhetik und Alltag, Pop und Politk, Kulturindustrie und Aufklärung vielfach miteinander verwoben sind, belegt dieses Gimmick jedoch allemal erneut.

Um all dies dreht sich auch dieses Ausstellungsprojekt. Es heißt:  
->  so geht revolution 



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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress



                                                            Anzeige des Monats (Dezember 2006)      

   



Diesen Monat: Unexpected Viewpoints, Radical Thinking, Inspiration - Dialektische Werbung


Diesen Monat mal wieder etwas mehr Theorie gefällig? Gerade im Monat Dezember erscheint uns das, als Monat des Innehaltens, Reflektierens und Sinnsuchens, sehr passend. Wer vor wenigen Tagen den Wirtschaftsteil der FAZ in Händen hielt, dürfte an dieser Anzeige kaum vorbeigekommen sein. Sie stellt unseres Erachtens ein gutes Beispiel für ein derzeit vestärkt zu beobachtendes Phänomen dar, dem der "dialektischen Werbung" (Wie sie z.B. auch in der SZ vom 14.12.2006 beschrieben wird). Der Clou besteht vermeintlich darin: Durch die Offerte von etwas Unerwartetem (hier: Jimi Hendrix / Maria Callas - Hochkultur meets Rebellion, oder umgekehrt?) solle beim Rezipienten der Anzeige ein kulturelles Aktivierungsprogramm gestartet werden, welches zu einer aktive(re)n Auferksamkeitsleistung zwingen soll, um den Sinn des Gesehenen zu decodieren. Der Auftraggeber der Anzeige ließ dazu texten: "The campaign aims to communicate the personality of our brand by bringing together pairs of contrasting, well known personalities who might benefit from each others very different perspective." Dies wiederum erinnert stark an die Tom-Peters-Methode, bei der es darum geht, (gesellschaftliche) Widersprüche via Kultur in ökonomischen Mehrwert zu verwandeln. Trotz dieser "dichten Beschreibung" wünschen wir ein gutes Jahresende. Bis 2007!

P.S.: Die Ausstellung "so geht revolution - Werbung und Revolte" eignet sich hervorragend als Geschenk. Haben Sie schon mal eine Ausstellung verschenkt?  
->  so geht revolution 


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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress



                                                            Anzeige des Monats (November 2006)      

   



Diesen Monat: A la barricadas!?


Mussten wir im Oktober noch konstatieren, dass wir keine Neuzugänge für die Sammlung "so geht revolution" verzeichnen können, ist es diesen Monat genau anders herum: Viele Leute haben uns Anzeigen zukommen lassen - vielen Dank an alle! Ein besonders schönes Exemplar stellt unseres Erachtens die obige Anzeige dar. Zwar ist das Sujet des "being different" eigentlich durch, allerdings stellen Anzeigen, in denen Frauen als Hauptakteure inszeniert werden nach wie vor die große Ausnahme dar. Und die Frage, die oben links gestellt wird, scheint uns auch eine der wichtigeren Fragen zu sein. Ergänzend sei hinzugefügt, dass es jedoch ebenfalls darum geht zu fragen, welche tools in der Wissensgesellschaft notwendig sind, um sinnvoll gesellschaftlich intervenieren zu können. Im kulturellen Kapitalismus scheint die Sabotage des Fliessbands nicht mehr adäquat zu sein - oder doch?

Fragen über Fragen will dieses Projekt aufwerfen. Interesse? 
->  so geht revolution


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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress



                                                            Anzeige des Monats (Oktober 2006)      

   



Heute: Keine Atempause...


In Ermangelung aktueller Fundstücke greifen wir tief in die Archivalienkiste und präsentieren eine Anzeige aus dem Jahr 1973. Die entgeistert dreinblickenden Herren, vermutlich Teilnehmer am Marx-Engels-Lenin-Look-a-Like-Contest, wissen scheinbar nicht so recht, wie sie in diese Anzeige geraten sind, in der es offensichtlich um demonstrativen Konsum geht. Spannend wird die Sache allerdings gleich zu Beginn des Textes der Anzeige: "Ein Genuß geht um in Europa." Da stellt sich für uns die Frage, wie die Verbindung von gesellschaftlicher Intervention mit der Frage des Lustvollen zu verbinden ist. Bevor jetzt aber die Auftraggeber dieser Anzeige gelobt werden, noch ein letzter kleiner Hinweis. Wenn das beworbene Getränk als "kultiviert" bezeichnet wird, dann wird folglich unterstellt, dass "die anderen" nicht kultiviert sind. Gemeint sind dabei vermutlich: Die Gammler, Arbeitsscheuen, Langhaarigen, Vaterlandsverräter und Nestbeschmutzer. In diesem Sinne: Zum Wohlsein!

Mehr zu Konsum, Werbung, linke Ikonographie, Einmischung und Ästhetik gibt es hier:
->  so geht revolution

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Werbung & Revolte - ein Ausstellungsprojekt in progress


                                                            Hinweis des Monats (September 2006)      

   



Today: I can´t live without music...


"Jede Revolution beginnt mit einem Auflauf" textete vor viele Jahren eine Werbeagentur um damit Fertigprodukte (u.a. Kartoffelauflauf) zu bewerben. Das mag diskussionswürdig sein. Richtig ist sicherlich das Folgende: Jede Revolte braucht / hat ihren Soundtrack. Dieser ist, wie obiger Kassenbon verrät, für wenig Geld im Muskfachgeschäft der Wahl, inzwischen auch käuflich zu erwerben. Peter Lichts "Lieder vom Ende des Kapitalismus" seien an dieser Stelle jedoch genauso wärmstens empfohlen wie "Lenin" von den Goldenen Zitronen". Denn schließlich gibt es  "kein richtiges Leben im Falschen" und bevor nun jemand schreibt, dass man CDs auch klauen kann, hier nur der kurze Hinweis: Aber das ist doch gar nicht erlaubt!

Was erlaubt ist und was nicht, war immer schon gesellschaftliche Aushandlungspraxis. Ebenso, was Werbeageturen an Bild- und Textvorlagen für sich nutzen können, ohne einen Imageschaden fürchten zu müssen.  Mehr zu diesem  Thema gibt es hier:
->  so geht revolution


PS: Wir entschuldigen uns für die Falschmeldung: Che Guevara war, wie uns von mehreren Stellen versichert wurde, niemals in Griechenland. Sorry (und danke für die Zuschriften)!

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                                                            Reisetipp des Monats (August 2006)      

   



Latest News: Che Guevara in Griechenland ...

Hochsommer. Urlaubszeit. Nichts wie raus und weg hier...  Heute gibt es einen Reisetipp, der noch nicht mal in den angesagtesten Alternativ-Reiseführern zu finden ist. Wie uns mitgeteilt wurde, muss die Biografie Che Guevaras wohl neu geschrieben werden - denn: Nachdem Che sein Amt als Chef-Banker in Kuba niedergelegt hatte, hielt er sich nicht nur im Kongo und in Bolivien auf, sondern machte wohl auch einen Abstecher nach Griechenland. Diesem Ereignis wurde das oben zu sehende T-Shirt, dass auf Kreta entdeckt wurde, gewidmet. Der Reisetipp lautet folglich: Auf nach Griechenland, den Spuren des Commandante folgen... (Thx Geert!)

Wer Urlaub, Che und T-Shirts unsexy findet, wird dieses Projekt vermutlich auch unsexy finden. Alle anderen können hier auf weitere Entdeckungsreise gehen: 
->  so geht revolution

PS: Wer mehr weiß, darf sich gerne melden, so ganz sicher sind wir uns dann doch nicht... Kontakt:
mediologie(at)demoz-lb.de


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                                                            Anzeige des Monats (Juli 2006)      

   



Diesen Monat: Wo der Profit herkommt...


Welcome to Symbolökonomie. Ob das, was die Agentur in der obigen Anzeige aus dem jahr 2004 so eindeutig behauptet, stimmt, wagen wir zu bezweifeln. Allerdings stimmen wir dahingehend damit überein, dass Kommunikation zu einem zentralen Bestandteil postfordistischer Arbeit geworden ist. Und so stellt sich die Frage - in Anlehnung an die Resolution der Kommunarden, die ja bekanntlich die Übernahme der Fabriken durch die Werktätigen propagierte - was denn anstatt von Fabriken heutzutage übernommen werden müsste, um von einer "Revolution" sprechen zu können.

Antworten auf diese nicht ganz einfache Frage gibt es hier keine. Dafür ein paar Beobachtungen, ein paar Ideen und Gedanken. Nun denn, Kleinvieh macht auch Mist.


Hier geht´s weiter ->  so geht revolution



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                                                            Hinweis des Monats (Juni 2006)      

   



Diesmal: Maximales Agenda-Setting (inklusive WM-Gewinnspiel!)


Ja, ja ja - auch wir können uns dem maximalen Agenda-Setting in Sachen "Nationalismus light",  Ausweitung der  Markenzone und der Durchökonomisierung eines gewissen sportiven Anlasses nicht entziehen. Dafür bitten wir um Entschuldigung. Allerdings wollen wir es nicht bei Worten belassen, sondern fordern Taten: Mach mit, beim neuen WM-Gewinnspiel der MVL!

Der Hinweis des Monats zeigt eine nicht gänzlich unbekante Werbefigur bei einer illegalen Handlung. Die Gewinnfrage lautet: Woher stammt dieses Motiv?

a. Aus einem englischen Punk-Blog, versehen mit dem Hinweis die Spielstätten des englischen Teams (Frankfurt, Nürnberg, Köln) in Schutt & Asche zu legen (Stichwort: Chaos-Tage!)

b. Aus der Kreativ-Klitsche der zuständigen Werbeagentur, denn schlechte Werbung ist besser als keine Werbung (Stichwort: Alles geht!)

c. Von der FIFA, weil die Chefs dort wollen, dass man auch mal über sie lachen kann (Stichwort: Humorökonomie)

d. Vom Chef des pleitegegangenen Herstellers des Maskottchens selbst, um die letzten 34,7 Millionen Exemplare des Sympathieträgers doch noch unter die Leute zu bekommen. (Stichwort: Saitenbacher-Self-Made-Men)

e. Sonstiges (Stichwort: Sonstiges)

Die Antwort bitte mit kurzer Begründung an:
mediologie(at)demoz-lb.de

mailen und einen der schicken Preise gewinnen! Z.B. Karten für das WM-Finale in Berlin, eine Komplett-WM-Ausrüstung der drei großen Sprtartikelhersteller im Wert von über 700.- Euro oder das Plakat zum Hinweis des Monats! (Wir bemühen uns derzeit noch um Sponsoren für die Gewinne)

Wem das zu viel Fußball ist, dem/der empfehlen wir das Projekt "so geht revolution". Viel Vergnügen!

Hier geht´s weiter ->  so geht revolution




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                                                            Anzeige des Monats (Mai 2006)      

   



Heute: 1. Mai


Mancherorts wird davon gesprochen, dass es an der Zeit sei, auch hierzulande für "französische Verhältnisse" zu sorgen.
Dem schließen wir uns an - und küren die obige Anzeige zur Anzeige des Monats. Merci bien!

  Hier geht´s weiter ->  so geht revolution


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                                                            Anzeige des Monats (April 2006)      

   



Heute: Revolution in Stuttgart



Es ist an der Zeit, die Städte-Bashing-Karte zu spielen. Anfang dieses Monats haben Studierende der Hochschule der Medien (HdM) ein "revolutionäres Konzept" zur Bewerbung eines Frühstück-Bringdienstes vorgestellt und damit auch gleich noch einen Wettbewerb gewonnen. Gähn. Nun ja, Stuttgart eben. Die wohl langweiligste, sauberste und biederste "Groß"-Stadt vermutlich ganz Westeuropas. Tja, liebe Studierende der HdM, mit eurer Kampagne (die sich zum einen wahrscheinlich intensiv mit diesem Projekt hier beschäftigt hat und manche von euch vielleicht ein wenig Eco und Barthes gelesen haben) liefert ihr die mit Abstand langweiligste Variante des Sujets. Aus Stuttgart kam noch nie was gscheit´s!

Ein Tipp zum Weiterlesen ->  so geht revolution


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                                                            Anzeige des Monats (März 2006)      

   


Heute: Leih mich!


Hier kann es heute mal kurz und schmerzlos zur Sache gehen. Zum einen konnten wir uns nicht auf eine Anzeige des Monats einigen,
zum anderen steht die Ausstellung derzeit verpackt bei uns rum, was ja nicht Sinn und Zweck einer Wanderausstellung ist. Wer die
Ausstellung zeigen möchte, der/die möge sich einfach melden. Am besten per mail: mediologie(at)demoz-lb.de



Viel erhellendes Vergnügen >  so geht revolution

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                                                            Produkt des Monats (Februar 2006)      

   



Heute: in der Zitatehölle


"Der Tauschwert einer Ware, in Geld abgeschätzt, heißt eben ihr Preis."

(Karl Marx)


„Wenn Dissidenz, Kritik und Subversion zum Motor der Modernisierung eben jener Verhältnisse werden, die zu unterminieren, abzuschaffen oder wenigstens zu denunzieren sie einmal angetreten waren, verkehrt sich das Verhältnis von Norm und Abweichung."
(Marion von Osten)

Was Tauschwert, Preis und Subversion miteinander zu tun haben, veranschaulicht das Projekt "so geht revolution".

Interesse? Hier geht es weiter  ->  so geht revolution


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                                                            Anzeige des Monats (Januar 2006)      

   



Heute: Globalisierungsproteste

Jüngst erhielten wir diese Anzeige anlässlich der Ausstellungeröffnung in Innsbruck - auf diesem Wege nochmals vielen Dank! Sie zeigt die Werbung eines Fahrradhelm-Produzenten und stammt vermutlich aus einer norwegischen Zeitschrift aus dem Jahre 2003. Einerseits macht sie deutlich, dass ein guter Selbstschutz auf Demonstrationen unerlässlich ist, andererseits aber eben auch, dass sich Globalisierungskritik und Marketingstrategien nicht widersprechen müssen, sondern sie vielleicht sogar eine ästhetische Einheit im Sinne von Negri/Hardt als Ausdruck der zunehmenden Bedeutung von Kommunikation im kulturellen Kapitalismus darstellen.

Keine Sorge, das Projekt ist nicht immer so theoretisch und (Werbe-) Bilder sagen ja bekanntlich mehr als 1000 Worte.
Interesse?  ->  so geht revolution

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                                                            Anzeige des Monats (Dezember 2005)      

   





Liebe Blöd,


diesmal sollen anlässlich deiner jüngsten Kampagne (s.o.) ein paar Netz-Stimmen zu Wort kommen. Polarisieren war ja schon immer deine Stärke. Mehr ist dazu dann auch nicht zu sagen...

- Liebe Macher der Bild-Zeitung: Ihr spielt nicht mit dem Feuer, Ihr
entzündet es auf diese Weise. Ich halte Euch nicht für so dumm, das
nicht zu wissen.

- Und die Werbekampagne ist an Blödheit kaum noch zu überbieten, weil
garantiert bereits jetzt im Moment jugendliche Aktivisten mit Pinsel
und Kleister unterwegs sind ...

- Wenn das erste Bildbüro brennt...

- Tja, wenn man doch so nett aufgefordert wird, sollte man die Plakte
wohl wörtlich nehmen...wie heißt es in einem kleinen Liedlein so
schön:
 "....1/3 heizöl, 2/3 benzin
wie 68 in westberlin
diese mischung ist wirkungsvoll
diese mischung knallt ganz doll....."
In diesem Sinne.......



Bild hat bekanntlich eine Million weniger LeserInnen als noch vor ca. sieben Jahren. Hier ist es genau andersrum: ->  so geht revolution


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                                                            Anzeige des Monats (November 2005)      

   




Radikal gute Jahre oder: It´s only Selbstreferenz!

Vermummt euch und weft Blumen! Lasst 1000 Blumen blühen! Radikalisiert eure Kommunikation! BILDet Banden! Wenn Jung von M*tt aus dem Hamburger Szene-Kiez loslegt, dann aber richtig. Mit Anzeigen wie diesen zeigen die creative agents, dass sie Augen und Ohren offen haben, bei ihren Streifzügen durch die Polit-Szene der Elbmetropole. Oder verhält es sich so, dass sie tagsüber gut bezahlt Werbung machen und nachts in der Roten Flora abhängen? Vielleicht aber durfte hier ja auch der Praktikant ran, der selbstverständlich lediglich das mit dem Praktikum imaginierte kulturelle Kapital in seinen Lebenslauf schreiben möchte und für den es schon OK ist, für seine Arbeit nicht bezahlt zu werden?

Kreativität als (Selbst-) Ausbeutungsressource im Spätkapitalismus ist einer der vielen Fragestellungen des Projekts ->  so geht revolution



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                                                            Anzeige des Monats (Oktober 2005)      

   



Keep it simple!

Diesen Monat gibt es ein verzwicktes Motiv, das zu enträtseln auf den ersten Blick einfach, beim genaueren Hinnsehen jedoch ziemlich vertrackt ist, so ist das mit der Kommunikation manchmal. Dass die Überschrift lediglich mit dem Monatsangebot kokettiert ist offensichtlich, allerdings sind sowohl die Farbgebung (rot!) als auch das Fadenkreuz mehr als Anspielungen auf historisch bedeutsame Ereignisse. Ist das nun schon überinterpretiert? Hat aufgrund dieser Anzeige jemand in Tübingen in diesem Geschäft  ein Handy erworben?
 
Unter anderem diesen Fragen widmet sich das Projekt ->  so geht revolution

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                                                            Anzeige des Monats (September 2005)      

   



Heute: Gespensterstunde mit Marx

"Ein Gespenst kehrt zurück" titelte der Spiegel jüngst ein und zeigte ein Portrait des Karl Marx dazu. Da wollen wir nicht hinten anstehen und erheben diese Werbung aus dem Jahr 2000 zur Anzeige des Monats. Die nach wie vor richtige Forderung, dass die Werktätigen die Produktionsmittel besitzen müssen, soll hier wieder einmal ins Bewußtsein gerufen werden. Wie das geht, das zeigen Belegschaften in Mexico und Argentinien, in Ecuador und Brasilien, die - frei nach der "Resolution der Kommunarden"  - ihre Fabriken selbst übernommen haben. Hierzulande ist so was noch nicht en vogue, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Ob die Frage nach dem Besitz der Produktionsmittel und dieses Projekt etwas gemeinsam haben, möge der/die BetrachterIn selbst entscheiden.
Hier geht´s weiter ->  so geht revolution

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                                                            Anzeige des Monats (August 2005)      

   


Sommerpause! Endlich! - möchte man sagen, doch dann dies....

Rechtzeitig zur Sommerpause erscheint ein Motiv, dessen Nutzung auch in Zeiten der Gründung einer "Linkspartei." eher selten geworden ist. Von welchen
"Werktätigen" dieses Unternehmen spricht, wird nicht ersichtlich. Vermutlich handelt es sich bei den, wohl speziell für Frauen angepriesenen "Packerinnen"-Jobs um mies bezahlte, sozial nicht abgesicherte und darüberhinaus vor allem an Nicht-Werktagen zu leistende Arbeiten - kurz: Prekarität at it´s best!

So wird das zum einen nichts mit der Sommerpause und ob die "Linkspartei." tatsächlich mehr als back to the Sozialstaatsroots im Sinn hat, wird sich bald zeigen. Für diejenigen, die noch nicht wissen, was sie im Urlaub lesen möchten, hier ein kleiner Tipp:
Corinne Maier: Die Entdeckung der Faulheit.

Wer mehr über dieses Projekt wissen will, folge diesem link ->  so geht revolution

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                                                            Anzeige des Monats (Juli 2005) - und Auflösung des Gewinnspiels vom Juni!      

   


Wir lernen im Vorwärtsgehen! Heute mit: P_rsche!

Verehrtes Publikum. Selten war es so einfach, die Welt zu erklären! Naja, zumindest auszugsweise. Alles andere wäre ja auch vermessen. Möglich wird diese partielle Welterkenntnis in Form der Anzeige des Monats Juli. Denn sie lehrt uns zweierlei: Wenn "alle Welt" von Protesten gegen die Einführung von Studiengebühren redet, dann springen die PR-Agenturen halt auch auf diesen Zug auf und machen einen auf "68er-Revolte revisited". Hier bleibt festzuhalten: Die Werbeindustrie erfindet (meistens) nix neues, sondern spielt ihr Spiel im "Real Life". Und dass diese Anzeige zweitens eben nicht in der Spex, der Jungle World oder wegen uns auch der Konkret oder Bild-Ztg. erschien, sondern zielgruppenspezifisch geschaltet wurde, verweist darüber hinaus darauf, dass sie es "auf dich und dein konkretes Leben" abgesehen haben - sie erschien in der April Ausgabe des "Deutschen Architektenblatts".  Es bleibt auch hier lediglich zu konstatieren: "Architekten aller Länder, beschleunigt euch!"

P.S.: Sich permanent neu zu verändern, das"kreative Ich" einzusetzen und zu glauben, dass es jede und jeder selbst schaffen kann, wenn er/sie nur ganz fest daran glaubt, ist ... einer der großen Mythen unserer Zeit.

Weiter zum Ausstellungs-Projekt ->  so geht revolution


Auflösung des Gewinnspiels vom Juni (s.u.)

Etwa 30 Leute haben mitgemacht und auf die Frage, was denn auf der Anzeige des Monats Juni zu sehen ist, geantwortet. Eine unabhängige Jury hat streng geprüft und letztlich - weil alle Einsendungen für sich genommen für Überraschung gesorgt haben - das Los entscheiden lassen. Gewonnen hat Philipp H. aus G., dessen Einsendung wir hier gerne zitieren:
"Die Antwort ist natürlich d.): Die Handtasche ist der Beleg dafür, daß die
Repression gegen die Anti-Akw-Bewegung nach wie vor weiter geht und dabei
versucht cool und sexy zu wirken. Denn auf dem Bild kann man eine verdeckte
BKA-Ermittlerin sehen, die versucht zwei lässig an der Bar lehnende
Anti-Akw-Aktivisten (Schienensäger und Sitzblockierer) anzubaggern. Sie
versucht hierbei den auffallend plazierten Aufkleber geschickt in Szene zu
setzten um sich schneller an die Zielpersonen ranmachen zu können...Ein Bild
aus einem Werbeprospekt für den gehobenen polizeilichen Dienst!!!
Viele Grüße aus Ostsachsen...
P.

P.S.: Es könnte natürlich auch gut sein, daß das nur ein Zeichen dafür ist,
daß auch Leute aus der Schicki-Micki-Anti-AKW-Szene Alkoholprobleme haben
können...
Herzlichen Glückwunsch! Dein Gewinnexemplar des Ausstellungskataloges landet demnächst in deinem Briefkasten! Allen EinsenderInnen ist unser tiefer Dank gewiss. Wir überlegen gerade, die Einsendungen unter dem poetischen Titel "Die Deutung der goldenen Handtasche" in kleiner Auflage drucken zu lassen, selbstverständlich in Vierfarb-Hochglanz-Ausstattung....



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                                            Anzeige des Monats (Juni 2005) - erstmals mit Gewinnmöglichkeit!

     
   


Junge Menschen gehen gerne aus. In Clubs und Bars, in Kneipen und ins Kino, sie reisen gerne und manche machen sich Sorgen um die Zukunft - privat als auch  ganz generell. An die Anzeige des Monats lässt sich folglich die folgende Frage stellen: Ist die Atomkraft - Nein Danke!-Handtasche, die die junge Frau elegant in der Armbeuge trägt,

a.) Ausdruck sinnentleerter politischer Zeichen und Symbole (Kulturindustrie!!!)
b.) Ein politisches Statement in Zeiten einer "Renaissance der Atomkraft"?
c.) Beleg dafür, dass Protestbewegungen mit der Mode gehen und gehen müssen?
d.) Sonstiges

Antworten bitte mit kurzer Begründung bis 25. Juni mailen an:

mediologie(at)demoz-lb.de

Zu gewinnen gibt es ein Exemplar des Ausstellungs-Katalogs! Mach mit!

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                                                                                Anzeige des Monats (Mai 2005)

     
   


Diesen Monat geht es gesittet zu. So wie bei Müntes unter´m Sofa, den Unternehmerverbänden oder dem Bundestag. Wer nun denkt, dass "Jeep" blitzschnell auf die Debatte um die Bändigung des Turbokapitalismus eingestiegen ist, irrt leider. Denn diese Anzeige stammt aus dem Jahr 1993 als alle Welt noch dachte, der Neoliberalismus sei ein für alle mal das Erfolgsmodell der Weltwirtschaft. Das dem nicht so ist und dass dieses Wissen frei zirkulieren kann, dafür tritt die Mediologische Vereinigung Ludwigsburg ein. Und präsentiert dieses Ausstellungsprojekt.

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Kontakt: mediologie(at)demoz-lb.de

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Anzeige des Monats (April 2005)

     
   


Wer derzeit durch die Region Rhein-Neckar kommt, kommt nicht an ihr vorbei: An der Freiheit! Geworben wird offensichtlich jedoch nicht für den Sturm auf die Rathäuser in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen, nicht für die Aneignung der Produktionsmittel - vor allem der, der BASF zum Beispiel - und auch nicht für die derzeit hippste Form eines Mehrwert-Produktionsmittels: der Mannheimer Pop-Akademie.  Damit wären wir mitten drin, statt nur dabei. Nicht nur, dass der Pharma-Gigant Roche und die nicht minder betuchte BASF Sponsoren bzw. Kooperationspartner der "Langen Nacht der Museen" sind, nein, seit kurzem hat die BASF neben der Klassik-Fraktion und der Fans des seichten Pop-Geblubbers a la Barclay James Harvest usw. auch den subkulturellen / jugendkulturellen Underground erreicht - oder was immer davon noch übrig ist. Adam Green spielt im "Feierabendhaus der BASF" in Ludwigshafen und die derzeit gehypten Jungs von Kettcar treten in der Mannheimer Feuerwache auf - Supported by: Bermudafunk (das freie Radio des Rhein-Neckar-Delta) und - tätä! - der BASF! Wenn das mal nicht revolutionär ist.

Das Ausstellungsprojekt "so geht revolution" widmet sich diesen und weiteren fremden und seltsamen Welten. Interesse?

Nachtrag (einige Tage später): AktivistInnen des Bermudafunk haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass die Veranstaltung mit Kettcar kein gemeinsames Projekt mit der BASF war, sondern der Bermudafunk lediglich im Anschluss an das Konzert ein  DJing organisiert hatte. das ist gut so. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die kulturelle Gier des Kapitals derzeit vor allem eine Maxime kennt: "Be different!"

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Kontakt: mediologie(at)demoz-lb.de

                

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Anzeige des Monats (März 2005)

     



Wie, das ist eine Werbeanzeige? Wo ist denn da der Text? Ok, zugegeben, das ist nur ein Ausschnitt aus
einem jüngst gezeigten Werbeclip des IT-Dienstleisters GMX. Zur Melodie "Die Gedanken sind frei"
wird dann eben auch eine Sequenz einer Demo gezeigt, die sich so oder ähnlich auch vor kurzem in München
bei den Protesten gegen die Sicherheitskonferenz zugetragen haben könnte.
Warum solche Bilder für die Werbeindustire scheinbar von so hoher Relevanz sind, das versucht das
Ausstellungsprojekt "so geht revolution" zu vermitteln.

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Kontakt: mediologie(at)demoz-lb.de


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                                                                            Anzeige des Monats (Februar 2005)

     
                        Das Leben von Ulrike Meinhof als Modestrecke: Auf der Polizeistation   

Seit wenigen Tagen ist sie nun eröffnet, die im letzten Jahr  unter dem
Titel "Mythos RAF" noch höchst umstrittene Ausstellung in den
Berliner
Kunstwerken. Wieder wurde im Vorfeld der Eröffnung viel über
diese
Ausstellung diskutiert. Die Berliner Republik inszeniert sich als
das, was
sie bestens kann: Widersprüche eindampfen, indem sie
thematisiert werden.
Der popkulturelle Hype um "Terrorist Chic" und "Prada-Meinhof"begann
jedoch bereits vor acht Jahren, als eine dänische Modezeitschrift
eine
Fotoserie produzierte, die Stationen aus dem Leben Ulrike Meinhofs

nachstellte. Unter der doppeldeutigen Headline "Revolutionensmoder" -

was soviel heißt wie "Revolutionsmode" und "Mutter der Revolution" -

zeigte das Magazin eine siebenteilige Serie: u.a. Meinhof bei der Arbeit
an der
Schreibmaschine, bei ihrer Verhaftung, vor Gericht und schließlich
in der
Zelle, in der sie tot aufgefunden werden sollte. Wer diese Serie
sehen möchte,
kann ja mal die Ausstellung "so geht revolution" besuchen.
Wer die
Ausstellung ausleihen will und diese Serie anderen zeigen möchte -
der / die möge sich einfach melden.


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Kontakt: mediologie(at)demoz-lb.de

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                                                                        Anzeige des Monats (Januar 2005)

     

                      Ein Zigarettenhersteller schenkte uns dieses Motiv. Entnommen
                  ist es einem Kinowerbespot, der lediglich in ausgewählten Kinos
                  und dort vor Michael Moores Film "Fahrenheit 9/11" geschaltet war.
                  Im Gegensatz zu vielen anderen Motiven aus der "für..." - Kampagne
                  die regelmäßig in popkulturellen Magazinen zu finden sind, wurde
                  dieses nicht als Printanzeige genutzt. Möglicherweise haben die
                  PR-MacherInnen ja die Sorge, dass ihre Vorlage "eigensinnig" gelesen
                  und umgenutzt wird. Wie das gehen kann, zeigt die Ausstellung 
                 "so geht revolution" zwar nicht, aber bekanntlich ist der
                   Kopf ja rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann. Gute Unterhaltung.

                  Weiter zum Ausstellungs-Projekt ->  so geht revolution


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                       Die Dezember-Anzeige stammt aus einer Tageszeitung vom 6. November 2004 und bespielt
                   den Begriff der Oktober-Revolution von 1917. Bis 10. November, so der Anzeigentext, gibt es
                   revolutionäre Rabatte - beim Teppchhändler des Vertrauens, irgendwo im Ruhrpott.
                   Dem Zusammenhang von Konsum, linker Politik, den bunten Versprechungen der Werbewelt
                   und der Frage, wie der zunehmenden Ökonomisierung des Alltags wirksam entgegen getreten
                   werden kann, widmet sich das Ausstellungsprojekt "so geht revolution".

                   Weiter zum Ausstellungs-Projekt ->  so geht revolution

 

                            Kontakt: mediologie(at)demoz-lb.de
                        

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                       "Think different!" titelte vor vielen Jahren das hippe Unternehmen Apple Macintosh und
                    zeigte dazu ein Portrait Mahatma Gandhis. Kreativ, unkonventionell, gegen alle Regeln und
                    ohne jeden Zweifel politisch ungemein bedeutsam, waren Gandhis Aufrufe zum gewaltfreien
                    Kampf gegen das britische Empire. 
                    Heute werden die Menschen des reichen Nordens aufgerufen allzeit kreativ, erfinderisch
                    und unkonventionell zu sein: "Be different! Be creative!"Oder wie es zwei große bundesdeutsche
                    Autobauer derzeit ausdrücken: "Lerne die Regeln und brich sie!" (DaimlerChrysler) und
                    "Nach eigenen Regeln" (Audi).

                    Was es bedeutet, wenn die italienische Telecom nun erneut Gandhi ins Spiel bringt (in einem
                    Werbepsot, den übrigens Spike Lee gedreht hat) steht noch nicht fest. Vielleicht hat es etwas mit
                    der Suche nach wirksamen Formen von Protest gegen den Neoliberalismus zu tun.
                  
                    Und vielleicht kann das  Ausstellungsprojekt "so geht revolution"
                    dabei einen weiteren kleinen Beitrag leisten.  

                    Weiter zum Ausstellungs-Projekt ->  so geht revolution

 

                            Kontakt: mediologie(at)demoz-lb.de