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Keltische Stele von Holzgerlingen
Holzgerlingen, Landkreis Böblingen
Das linke rot umrahmte Teil ist offensichtlich
ergänzt. Ob auch die linke "Hornspitze" ergänzt ist, kann man durch
einfaches Betrachten nicht feststellen, da aus 2m Entfernung das Material
identisch scheint. Rechte Seite ergänzt.
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Eberhard Wagner in: K.Bittel,
W.Kimmig, S.Schieck: Die Kelten in Baden- Württemberg.
(1981): E. Paulus nennt als Fundstelle die
Flur »Schützenbühl«, etwa 1,2 km NNW der Ortsmitte von
Holzgerlingen. Als Fundjahr wird das Jahr 1838 genannt. Die
Oberamtsbeschreibung Böblingen von 1850 nennt dagegen als Fundjahr das
Jahr 1848. Die doppelgesichtige Figur (H 2,3 m) ist
aus weißlich-gelbem bis gelblich-grauem Stubensandstein hergestellt. Die
Arme rahmen den Oberkörper ein und treten auch an den Seiten plastisch
hervor. Im Gegensatz zu dem sorgfältig herausgearbeiteten Doppelgesicht
ist der übrige Körper ohne besondere Formgebung lediglich als
gürtelumschlossener, balkenförmiger Rumpf dargestellt. Die Andeutung
einer Bekleidung ist nicht zu erkennen. Nach Meinung Jacobsthals waren
vielleicht Teile der Kleidung aufgemalt. Der untere Teil der Stele, der zur
Verankerung im Boden gedacht war, ist als zapfenförmige Verlängerung
des Rumpfes ausgebildet.
Die janusköpfige Stele mit wulstartigem
Schmuck an beiden Kopfseiten, von dem bei der Auffindung nur die eine
Hälfte vorhanden war, scheint weniger einen Menschen, als vielmehr eine
Gottheit darzustellen.
Paulus in Schriften des Württembergischen
Altertumsvereins 3, 1854, 24: [...]
entdeckte man im Jahre 1838 auf dem Schützenbühl bei Holzgerlingen
ein überaus merkwürdiges, räthselhaftes Denkmal ältester
Bildhauerarbeit, die colossale Statue eines Götzen mit Janusartigem
Doppelkopfe. Dasselbe ist 8' hoch, aus grobkörnigem Keupersandstein
(Stubensandstein) äußerst roh gearbeitet; seltsam sind die weit
über den Kopf hinausragenden Ohren, von denen sich übrigens nur eines
noch erhalten hat [...].
TK 7320 - L 7320 Aufbewahrungsort:
Württembergisches Landesmuseum Stuttgart Lit: Schriften des Württ.
Altertumsvereinns 3, 1854, 24 f - OAB Böblingen 1850, 94 f - J.Röder,
in: H.Zürn, Hallstattforschungen in Nordwürttemberg 1970, 71
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